Neue Ausbildung zum Obstbaumwart
Lindau (Bodensee) – Zu seinem 150. Bestehen bietet der Schwäbische Bezirksverband für Gartenkultur und Landespflege in Zusammenarbeit mit den Fachberatern der Landkreise Lindau, Ober-, Ost- und Unterallgäu sowie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf neu für ganz Schwaben eine umfangreiche Ausbildung zum Obstbaumwart an.
Über den Zeitraum von drei Jahren sollen insgesamt 180 Obstbaumwartinnen und -warte ausgebildet werden. Die Ausbildung umfasst 100 Stunden und dauert sechs Monate. Geplant sind Online-Theorieblöcke und dazu sehr viel Praxis. Die Fahrwege sollen sich in Grenzen halten.
Die Versuchsstation in Schlachters als Sitz des gesamtschwäbischen Sortenerhaltungsgartens spielt bei dem Projekt eine sehr große Rolle. Die Gebäude und das Grundstück der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters gehören dem Landkreis Lindau. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf betreibt sie und nutzt die Anlage für Forschung und Ausbildung. Auch bei der neuen Ausbildung zum Obstbaumwart ist die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sehr wichtig.
„In den vergangenen fünf Jahren wurden in den vier Landkreisen 5000 Streuobstbäume gepflanzt. Weitere sollen hinzukommen“, sagt Bernd Brunner, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege des Landkreises Lindau. „Da ist es natürlich toll, wenn solche Bäume nicht ,nur‘ gepflanzt, sondern auch fachmännisch gepflegt werden. Eine Wildpflanze wie einen Ahorn kann man pflanzen und ihn dann sich selbst überlassen. Bei Kulturpflanzen wie Obstbäumen, die auf einer Unterlage veredelt wurden, ist das nicht möglich. Sie müssen gepflegt werden. Beispielsweise dafür können die neuen Obstbaumwarte sorgen.“
Info: Wer die Ausbildung, die vom Freistaat Bayern gefördert wird, absolvieren möchte, braucht keine vorherigen Kenntnisse. Sie richtet sich an Vereinsmitglieder und beispielsweise Mitarbeiter von Gemeinden, aber auch Privatleute. Weitere Informationen dazu gibt es hier.
