Landrat Elmar Stegmann vereidigt 25 neue Kreisräte +++ Sonja Müller erneut zur Stellvertreterin des Landrats gewählt
Lindau (Bodensee) –In der Argenhalle in Gestratz fand die konstituierende Sitzung des neu gewählten Kreistags statt. Landrat Elmar Stegmann begrüßte die neu vereidigten und wiedergewählten Kreisrätinnen und Kreisräte mit den Worten: „Wir setzen heute gemeinsam die Segel für die kommenden Jahre. Ich heiße Sie alle herzlich willkommen im Kreistag des Landkreises Lindau und freue mich, diesen mit Ihnen gemeinsam weiterzuentwickeln.“
Mit Ablegung des Amtseids bekannten sich die Kreisrätinnen und Kreisräte öffentlich zu Verfassung, Gesetzen und dem Gemeinwohl. Im Anschluss war der neue Kreistag auch offiziell arbeitsfähig.
In der Sitzung wurde Sonja Müller (CSU) erneut zur stellvertretenden Landrätin gewählt. Christian Hauber (Freie Wähler) wurde zum weiteren Stellvertreter bestellt, Dr. Ulrike Lorenz-Meyer (B90/Grüne) zur weiteren Stellvertreterin.Darüber hinausverabschiedete der Kreistag seine neue Geschäftsordnungund besetzte die Ausschüsse sowie die weiteren Landkreisgremien.
In seiner Ansprache betonte Landrat Elmar Stegmann die Bedeutung einer konstruktiven und verantwortungsvollen Zusammenarbeit: „Unser Kreistag soll auch in dieser Wahlperiode ein Ort des Abwägens, des Ringens um tragfähige Lösungen und vor allem der guten Zusammenarbeit sein.“ Ziel sei es, durch Dialog und Kompromissbereitschaft tragfähige Entscheidungen zu treffen und Akzeptanz für politische Entscheidungen zu schaffen.
Zugleich erinnerte der Landrat an die rechtlichen Grundlagen kommunaler Arbeit und machte deutlich, dass staatliche Aufgaben nicht in die Zuständigkeit des Kreistags fallen. Dazu zählen unter anderem der Vollzug der Baugesetze, Aufgaben der Kommunalaufsicht, Teile der Gesundheits- und Veterinärverwaltung, das Ausländerrecht, sowie der Zivil- und Katastrophenschutz.
Inhaltlich werde sich der Kreistag in den kommenden Jahren insbesondere mit den Herausforderungen im Gesundheitswesen beschäftigen. Angesichts tiefgreifender Veränderungen in der medizinischen Versorgung, des Fachkräftemangels sowie steigender Anforderungen in der Pflege wolle der Landkreis diese Entwicklungen aktiv begleiten und mit den Städten und Gemeinden gestalten. Vor diesem Hintergrund wurde auf Vorschlag von Landrat Stegmann ein Ausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention eingerichtet.
Auch das Thema Bildung werde den Kreistag weiterhin intensiv beschäftigen. Insbesondere der Neubau des Beruflichen Schulzentrums stelle eines der bedeutenden Zukunftsprojekte des Kreistags dar. Gleichzeitig erfordere die bundesweit angespannte Finanzlage der Kommunen mehr Klarheit und Disziplin in finanziellen Fragen. Die Konsolidierung des Haushalts werde deshalb künftig als dauerhafter Prozess mit regelmäßigen Sitzungen des Haushaltsausschusses einhergehen.
Abschließend appellierte Landrat Stegmann an die neu gewählten und wiedergewählten Kreisrätinnen und Kreisräte, die kommenden Jahre gemeinsam konstruktiv, respektvoll und sachorientiert zu gestalten: „Unser Auftrag ist klar: Wir kümmern uns um das, was wir konkret gestalten können – und das tun wir mit Verantwortung.“ Er unterstrich die Bedeutung von Kreativität, Ausdauer und gegenseitiger Toleranz bei schwierigen Entscheidungen zum Wohl der Menschen im Landkreis und lud im Anschluss an die Sitzung zum persönlichen Austausch ein.
