Landkreis Lindau (Bodensee) tritt genossenschaftlichem MVZ Westallgäu bei +++ Gemeinsam Verantwortung für die medizinische Versorgung vor Ort übernehmen
Lindau (Bodensee) – Der Landkreis Lindau tritt als Mitglied dem MVZ Westallgäu bei und unterstützt damit die gemeinschaftliche Initiative der Kommunen Lindenberg, Heimenkirch, Scheidegg und Weiler-Simmerberg zur Umsetzung eines genossenschaftlich organisierten Medizinischen Versorgungszentrums. Mit diesem Schritt verfolgen die beteiligten Kommunen das Ziel, die hausärztliche und perspektivisch auch fachärztliche Versorgung in der Region langfristig und nachhaltig zu sichern. „In den vergangenen Jahren haben wir uns intensiv mit der Versorgungssituation im Westallgäu auseinandergesetzt und hierzu bereits Gutachten für die stationäre und ambulante Versorgung in Auftrag gegeben“, erklärt Landrat Elmar Stegmann. „Die Beteiligung an einem genossenschaftlich organisierten MVZ ist ein konsequenter nächster Schritt, den der Kreistag zuletzt ausdrücklich befürwortet hat.“
Hintergrund für das gemeinsame Engagement sind die Herausforderungen, vor denen die Region aktuell steht: Fachkräftemangel in der Medizin, anstehende Praxisnachfolgen und die Auswirkungen der Schließung der Rotkreuzklinik Lindenberg haben die Versorgungsstruktur verändert. Vor diesem Hintergrund sei eine enge Zusammenarbeit aller Akteure wichtiger denn je, betont Stegmann. „Die Kommunen haben mit ihrer Initiative Mut, Weitblick und Verantwortungsbewusstsein gezeigt. Ein MVZ kann einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Sicherung der wohnortnahen medizinischen Versorgung leisten.“
Mit dem Beitritt zum MVZ Westallgäu unterstreicht der Landkreis Lindau sein Engagement für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung in der Region und sein Bestreben, die interkommunale Zusammenarbeit zu stärken. Die Mitglieder der Genossenschaft des MVZ Westallgäu müssen nun dem Beitritt noch zustimmen.
