»Drück mit!« +++ Kostenlose Aktionen zur Woche der Wiederbelebung vom 8. bis 12. Dezember 2025 im Landkreis Lindau
Lindau (Bodensee) – Der Landkreis Lindau, der BRK Kreisverband Lindau, die Region der Lebensretter und die Gesundheitsregionplus setzen sich gemeinsam dafür ein, Menschen im Notfall das Rüstzeug an die Hand zu geben, um adäquat erste Hilfe leisten zu können. Die Woche der Wiederbelebung ist ein unterschwelliges Angebot für alle Interessierten, welches aufzeigen soll, wie Informationsvermittlung und Aufklärung die Angst nehmen, im entscheidenden Moment aktiv zu werden. In den Veranstaltungen wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vermittelt, wie einfach es sein kann Hilfe zu leisten, die unter Umständen sogar Leben retten kann. „Wenn Menschen wissen, was zu tun ist, verlieren sie die Angst. Prüfen, Rufen, Drücken – mehr braucht es nicht. Wir möchten Mut machen und zeigen, dass jeder einen entscheidenden Unterschied machen kann“, betont Landrat Elmar Stegmann.
Jeder kann Leben retten. Nur Nichtstun ist falsch. Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt der Woche der Wiederbelebung, an der sich der Landkreis Lindau gemeinsam mit dem BRK Kreisverband Lindau, der Region der Lebensretter und der Gesundheitsregionplus beteiligt. Die Aktionswoche setzt ein Zeichen für mehr Mut, Verantwortung und solidarisches Handeln in Notfällen und macht in mehreren Orten des Landkreises Halt, darunter Weiler im Allgäu, Lindenberg, Hergatz, Hergensweiler und Lindau. Jede Station bietet den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, Wiederbelebung in der Praxis auszuprobieren und Sicherheit im Notfall zu gewinnen.
Die große Unterstützung durch die teilnehmenden Gemeinden zeigt die Relevanz des Themas Erste Hilfe und die Absicht der Verantwortlichen Bürgerinnen und Bürger dahingehend zu sensibilisieren. Die beteiligten Gemeinden, Städte und Schulen öffnen ihre Türen und stellen ihre Räumlichkeiten für die kostenlosen Angebote zur Verfügung.
Termine - Woche der Wiederbelebung
Den Auftakt macht Weiler im Allgäu am 8. Dezember 2025 in der Aula der Grund- und Mittelschule. Direkt danach folgt Lindenberg am 9. Dezember 2025 im Kulturboden, bevor Hergatz am 10. Dezember 2025 in der Turn- und Festhalle Maria-Thann Gastgeber ist.
Am 11. Dezember 2025 lädt Hergensweiler in die Leiblachhalle ein, gefolgt vom großen Abschluss in Lindau am 12. Dezember 2025 im Bodensee-Gymnasium.
Alle Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Lindau sind herzlich eingeladen, an den offenen und kostenfreien Angeboten teilzunehmen, selbst zu drücken, Fragen zu stellen und die Angst vor dem Helfen zu verlieren. Thomas Kaleja, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionplus, hebt hervor, wie wichtig Aufklärung ist, um Ängste abzubauen. Er betont: „Wir wollen zeigen, dass Helfen einfach ist und dass jede und jeder den Mut haben kann, im Ernstfall einzugreifen. Die breite Unterstützung der Gemeinden und Partner zeigt, wie sehr das Thema unsere Region bewegt. Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, die Gelegenheit zu nutzen, selbst mitzumachen und zu erleben, wie leicht die ersten Schritte der Wiederbelebung sind.“
Roman Gaißer, Kreisgeschäftsführer des BRK Kreisverbands Lindau, betont die wertvolle Zusammenarbeit in der Region: „Die Bürgermeister und Schulleiterinnen unterstützen uns bei diesem wichtigen Thema großartig. Gemeinsam wollen wir Hemmschwellen abbauen. Niemand ist allein, auch die Leitstelle begleitet jeden Schritt der Wiederbelebung. In den Veranstaltungen können die Besucherinnen und Besucher einen direkten Einblick erhalten und selbst ausprobieren, wie einfach Helfen sein kann. Für alle, die sich darüber hinaus intensiver mit dem Thema befassen möchten, bietet das BRK regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse an.“
Die aktuellen Zahlen des Deutschen Reanimationsregisters geben zudem Anlass zu Hoffnung. Die Bereitschaft, im Ernstfall zu helfen, steigt wieder. Im Jahr 2024 griffen 55,4 Prozent der Ersthelfenden ein, so viele wie seit Jahren nicht mehr. Auch die telefonische Anleitung durch die Leitstellen nimmt zu und erreicht inzwischen 40,4 Prozent.
Region der Lebensretter
Ein weiterer wichtiger Baustein für die schnelle Erste Hilfe, ist die Teilnahme des Landkreises an der Initiative Region der Lebensretter. Über dieses digitale System werden Freiwillige mit medizinischem Hintergrund oder Mitglieder von Blaulichtorganisationen alarmiert, wenn sich in ihrer Nähe ein Herzstillstand ereignet. Sie können häufig früher beim Patienten sein als der Rettungsdienst. Die Region der Lebensretter freut sich jederzeit über engagierte Personen mit medizinischem Hintergrund oder aus Blaulichtorganisationen, die das System weiter stärken möchten.
Weitere Informationen zur Woche der Wiederbelebung sind in einem Flyer auf der Website des Landratsamtes Lindau zu finden:
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