Integrationsbeirat des Landkreises Lindau: Verstärkung im Team, ausgezeichnete Projekte und neue Impulse für die Integrationsarbeit
Lindau (Bodensee) – Inhalte der 13. Sitzung des Integrationsbeirats des Landkreises Lindau waren unter anderem neue Impulse für die künftige Integrationsarbeit im Landkreis sowie die Begrüßung eines neuen Mitglieds.
Zu Beginn der Sitzung begrüßte Vorsitzender Joseph Bastin die neu berufenen Kreisrätinnen und Kreisräte im Gremium und hieß sie herzlich willkommen. Ihre Mitwirkung stärkt die Verbindung zwischen politischer Verantwortung und Integrationsarbeit im Landkreis.
Vorilahy Randrianarison neu im Integrationsbeirat
Gleich zu Beginn der Sitzung wurde Vorilahy Randrianarison offiziell in den Integrationsbeirat aufgenommen. Dr. Jörg Spennemann, Leiter des Geschäftsbereichs Jugend, Soziales und Migration am Ladratsamt Lindau, überreichte ihm die Ernennungsurkunde und würdigte seine Bereitschaft, sich aktiv für die Belange von Menschen mit Migrationsgeschichte einzusetzen. Randrianarison wird künftig die Gruppe „Europa – Länder innerhalb der Europäischen Union“ vertreten und wertvolle Perspektiven aus seiner langjährigen ehrenamtlichen Arbeit beisteuern.
Joseph Bastin betonte die Bedeutung des neuen Mitglieds für das Gremium: „Mit Herrn Randrianarison gewinnt der Integrationsbeirat eine Stimme, die Brücken baut und Menschen verbindet. Sein Engagement ist ein Gewinn für unsere gemeinsame Arbeit und für den gesamten Landkreis.“
IHK-Angebote: Integration in Ausbildung und Beruf im Fokus
Ein weiteres Thema der Sitzung war der praxisnahe Einblick in die Angebote der IHK zur Integration in den Feldern Ausbildung und Beruf. Integrationsberater Ibrahim Rahimi zeigte anhand konkreter Beispiele, wie Unternehmen und Menschen mit Migrationsgeschichte erfolgreich zusammenfinden und welche Faktoren Menschen die Integration im Arbeitsleben erleichtern.
Zwischenfazit zu vielfältigen Projekten
Ein Schwerpunkt war die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Integrationsbeirat: Zwei Projekte des Bodenseegymnasiums wurden vorgestellt, die in enger Kooperation mit Mitgliedern des Integrationsbeirats entstanden sind. Das P Seminar „A Guide for International Professionals in Lindau“ entwickelt eine englischsprachige Willkommensbroschüre für internationale Fachkräfte und trägt damit zur Orientierung und Teilhabe neuer Arbeitskräfte im Landkreis bei. Das Schülerprojekt „Vielfalt im Gepäck“, ebenfalls am Bodenseegymnasium entstanden, wurde beim bundesweiten Wettbewerb fair@school ausgezeichnet und gehört zu den drei besten Projekten Deutschlands. Beide Initiativen zeigen, wie erfolgreich Schule, Verwaltung und Integrationsbeirat zusammenarbeiten, wenn es darum geht, Vielfalt sichtbar zu machen und junge Menschen für gesellschaftliches Engagement zu begeistern.
Interkulturelle Wochen 2026: Ein Landkreis feiert Vielfalt
Ein weiterer inhaltlicher Punkt waren die Interkulturellen Wochen im Landkreis Lindau, die vom 20. September bis 10. Oktober 2026 stattfinden. Mit über 30 geplanten Veranstaltungen, von kulturellen Begegnungsformaten über Workshops bis hin zu Mitmachaktionen, möchte der Landkreis erneut ein starkes Zeichen für mehr Offenheit und Zusammenhalt setzen. Christa Kottmayr, Geschäftsführung des Integrationsbeirats, berichtete, dass die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren laufen und die Resonanz aus Vereinen, Initiativen und Gemeinden groß sei. Die Interkulturellen Wochen sollen Menschen zusammenbringen, Vorurteile abbauen und die kulturelle Vielfalt im Landkreis sichtbar machen.
Wertschätzender Abschied von Dr. Jörg Spennemann
Zum Abschluss der Sitzung verabschiedete der Integrationsbeirat Dr. Spennemann und dankte ihm herzlich für sein mehr als zweijähriges engagiertes Wirken als Vertreter der Verwaltung im Integrationsbeirat. Mit seinem Einsatz und seiner konstruktiven Zusammenarbeit hat er die Arbeit des Gremiums mitgeprägt. Bastin würdigte seine Rolle: „Herr Dr. Spennemann hat die Integrationsarbeit im Landkreis in seiner Zeit im Integrationsbeirat spürbar unterstützt. Seine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit sowie seine Rolle als Vermittler zwischen Verwaltung, Politik und Integrationsbeirat waren für das Gremium von wesentlicher Bedeutung.“
