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Klimaschutz und Energiewende

Klimaschutz und Energiewende sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Der Landkreis Lindau wird seiner Rolle auf zweierlei Weise gerecht:

  • Er saniert Zug um Zug seine Liegenschaften vorbildhaft in Bezug auf Ökologie und Ökonomie auf einen optimalen energetischen Standard.
  • Im Sinne der Landkreisordnung steht er den Kommunen des Landkreises als Bindeglied zur Verfügung, die Energiewende gemeinschaftlich zu meisten.

In der Randspalte finden Sie das Energie- und Klimaschutzkonzept des Landkreises Lindau (Bodensee), welches Leitziele, weitere strategische Vorgehensweisen und konkrete Maßnahmen beinhaltet.

Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept beinhaltet die Energieverbräuche, aufgeteilt nach Energieträger und CO2-Ausstoß der vergangenen Jahre für die Bereiche Haushalt, Gewerbe und Verkehr und Handlungsempfehlungen für die Kommunen. Dazu wurden in den Kommunen Energieteams gebildet, welche für die Erstellung des Konzeptes und Durchführung der Handlungsempfehlungen zuständig sind. Um einen Gesamtüberblick über den Energieverbrauch sowie die Potentiale des Landkreises Lindau mit entsprechenden Handlungsempfehlungen zu erhalten, hat der Landkreis mit dem Beirat für Energiefragen ebenfalls ein Klimaschutzkonzept für die Kreisbelange erstellt.

Energetische Sanierungen

Nach den Vorgaben der »Leitlinien für wirtschaftliches Bauen« hat der Landkreis für seine größten und wichtigsten Liegenschaften Energiegutachten erstellen lassen. Aus den vorgeschlagenen Maßnahmen wurde je nach Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit eine Prioritätenliste erstellt.

Bisher wurden folgende Liegenschaften energetisch saniert oder teilsaniert:

  • Realschule Lindenberg (erfüllt die Kriterien Passivhaus im Bestand)
  • St. Martin Schule (Unterschreitung der EnEV um etwa 30%)
  • Realschule Lindau (Einbau einer Lüftungsanlage)
  • Schulzentrum Lindau (Heizungssanierung mit Brennwertkessel, Blockheizkraftwerk, Hydraulischem Abgleich, Hocheffizienzpumpen)
  • Valentin-Heider-Gymnasium (Heizungserneuerung Pelletheizung)
  • Valentin-Heider-Gymnasium Turnhalle (Passivhausstandard)

Windkraft

Um die Möglichkeiten der Windkraftnutzung im Landkreis Lindau beurteilen zu können, überarbeitet im Moment der zuständige regionale Planungsverband Allgäu für die Landkreise Ober-, Ostallgäu und Lindau den Regionalplan.

Im Planungsentwurf wurden so genannte Suchräume ausgewiesen, in welchen vorbehaltlich einer detaillierten Überprüfung, die Vorgaben des Planungsverbandes erfüllt werden. Für den Landkreis Lindau wurden 21 dieser Suchräume festgelegt. Die Kommunen und die Träger öffentlicher Belange wie der Bund Naturschutz haben Gelegenheit sich zu den Suchraumvorgaben des Planungsverbandes zu äußern.

In seiner Stellungnahme, die vom Umweltausschuss einstimmig verabschiedet wurde, hat der Landkreis Lindau Wert darauf gelegt eine „Verspargelung“, sprich eine Einzelaufstellung von Windkraftanlagen zu vermeiden. Insgesamt hält der Landkreis nur einen einzigen Standort für Windkraftnutzung geeignet.

Bürgergenossenschaft Stadt - Land - See e.G.

Um die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises aktiv an der Energiewende teilhaben zu lassen, vermietet der Landkreis geeignete Dächer seiner Liegenschaften an die Bürgergenossenschaft Stadt - Land - See e.G. zur Errichtung von Solarstromanlagen, an denen sich die Bürger durch eine Einlage beteiligen können.

Folgende Projekte mit Bürger-Solarstromanlagen auf Landkreisdächern wurden bereits realisiert:

  • Realschule Lindau
  • Realschule Lindenberg
  • Schulzentrum Lindau Turnhalle
  • In Planung: Valentin-Heider-Gymnasium

 

 

PEMO - Nachhaltige Pendlermobilität

Mehr als 50.000 Berufspendelnde bewegen sich täglich in unserer Region über die Staatsgrenzen hinweg. Dazu kommt noch der nationale Pendelverkehr im Alpenrheintal. Die Folgen sind hohe CO2-Emissionen, Feinstaub- und Lärmbelastung. Im dreijährigen Interreg-Projekt »PEMO« werden grenzüberschreitend Strategien und Maßnahmen zur Förderung einer nachhaltigen Pendlermobilität entwickelt und in der Praxis erprobt.

EnergieinstitutVorarlberg

Geförderte Projekte durch die Nationale Klimaschutzinitiative

Der Landkreis bemüht sich im Rahmen seiner Möglichkeiten viele Klimaschutzprojekte umzusetzen. Einige davon konnten durch die nationale Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert werden.

Links zu den beteiligten Stellen:

BMUB: www.klimaschutz.de

Projektträger Jülich: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

 

Förderung der Elektromobilität im Landkreis Lindau. Beschaffung von Elektrofahrzeugen für die Landkreisverwaltung

Schon seit Jahren beschäftigt man sich im Landratsamt Lindau mit dem Thema Elektromobilität. Doch die noch bis vor wenigen Jahren angebotenen Modelle waren größtenteils eine Ansammlung kostspieliger Individuallösungen oder Umbauten mit geringer Reichweite, mangelnder Sicherheit, mangelndem Komfort und fragwürdiger Ökobilanz. Jetzt ist es mit der Bundesförderung gelungen drei Elektrofahrzuge, zusammen mit der entsprechenden Ladeinfrastruktur zu beschaffen, welche die Bedingungen und Anforderungen des Landkreises erfüllen und zur vollsten Zufriedenheit der Mitarbeiter des Landkreises unterwegs sind.

Die Beschaffung der Fahrzeuge hat zusammen mit der Ladeinfrastruktur rund 63.000 Euro gekostet, wovon die Hälfte durch den Bund gefördert wurde.

Einführung eines prämienbasierten Klimaschutzmanagementsystems mit Unterstützung der Aktivitäten der Nutzer in Schulen in der Aufwandsträgerschaft des Landkreises Lindau (Bodensee)

Schüler, Lehrkräfte und Hausmeister sind aufgefordert durch einfach umsetzbare Energiesparmaßnahmen Wärme, Strom, Wasser und Müll zu sparen. Im Vordergrund steht dabei energiebewusstes Alltagsverhalten bei der Benutzung von Thermostatventilen, Lampen, sonstigen elektrischen Geräten oder beim Lüften. Hinzu kommt das richtige Bedienen der vorhandenen Heizungs- Regel- und Energietechniken.

Ziel der Einführung eines Prämiensystems zur Unterstützung der o.g. Aktivitäten ist es:

  • Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Energie, Wasser und Abfall zu animieren
  • durch die Reduzierung der CO2-Emissionen der Schulen einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten;
  • zur Reduzierung der Betriebskosten der Schulen zur Energiekostenreduktion beizutragen.

Alle Schulen in der Aufwandsträgerschaft des Landkreises nehmen inzwischen an diesem Projekt teil.

Die Aktivitäten der Schulen wurden bisher mit zwei Prämierungsveranstaltungen gewürdigt.

 

Neue Beleuchtung mit LED in der FOS-Sporthalle

Im September 2014 erhielt der Landkreis Lindau den Förderbescheid des Projektträgers Jülich (PTJ) mit dem Förderkennzeichen: FKZ 03K00198 und dem Titel: "Einbau einer LED-Beleuchtung im Rahmen der Sanierung der Sporthalle des Berufsschulzentrums Reutiner Str. 10 in Lindau“ zum Austausch der maroden Beleuchtungsanlage in der Doppelturnhalle der Fachoberschule. Im September 2015 wurde diese Maßnahme abgeschlossen.

Die bisher eingesetzten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen haben eine Reihe von Nachteilen: Sie werden mit dem Einschalten erst allmählich hell, sie sind nicht schaltfest und sehr störanfällig, haben eine schlechte Farbwiedergabe, werfen Schatten und blenden durch ihre punktförmige Lichtquelle. Diese Schwächen werden durch LED-Langfeldleuchten vollständig beseitigt. Doch wesentlich ist die deutlich höhere Energieeffizienz, die sich der Landkreis durch die Neuinstallation erhofft: Eine Stromverbrauchsreduktion um 81 Prozent oder fast 20.000 kWh, so viel, wie etwa 5 Vierpersonenhaushalte pro Jahr verbrauchen und eine CO2-Reduktion von 286 Tonne in 20 Jahren. Auch die Anschlussleistung kann mit der Neuinstallation signifikant von 10 Kilowatt auf nur noch 3,4 Kilowatt gesenkt werden. Mit einer geschätzten Lebensdauer von 50.000 Stunden hat die neue Beleuchtungsanlage gute Chancen mindestens so alt zu werden wie die alte.

Der Landkreis beabsichtigt auch in Zukunft mittel- und langfristig, in seinen Liegenschaften die Beleuchtung auf LED umzustellen.

 

 

Auch die Elektromobilität ist im Landkreis Lindau hoch im Kurs. Lesen Sie mehr zum Thema unter Elektromobilität.

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