Landkreis stärkt Feuerwehren mit neuen Einsatzmitteln

Lindau (Bodensee) – Der Landkreis Lindau investiert weiter in die Sicherheit und Einsatzfähigkeit seiner Feuerwehren und des Katastrophenschutzes. Bei einem gemeinsamen Termin wurden jetzt drei wichtige Neuanschaffungen vorgestellt: ein neuer Einsatzleitwagen (ELW 2) für die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG ÖEL) stationiert in Nonnenhorn, eine Einsatzdrohne für die Freiwillige Feuerwehr Opfenbach sowie ein neues Dienstfahrzeug für den Kreisbrandrat. Insgesamt investiert der Landkreis dafür mehr als 800.000 Euro.
„Mit diesen Investitionen stärken wir die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren und schaffen moderne Voraussetzungen für eine schnelle und koordinierte Hilfe im Ernstfall“, betonte Landrat Elmar Stegmann bei der Vorstellung der neuen Einsatzmittel. Zugleich dankte er den Feuerwehrleuten im Landkreis für ihr ehrenamtliches Engagement: „Ihr Einsatz schützt Leben und Gut. Dafür gebührt allen Einsatzkräften unser größter Respekt und unsere hohe Wertschätzung.“

Neuer Einsatzleitwagen für die UG ÖEL
Eine der zentralen Investitionen ist der neue ELW 2, der künftig bei der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung in Nonnenhorn stationiert wird. Das Fahrzeug ersetzt ein jahrzehntealtes Einsatzfahrzeug und dient als moderne mobile Führungs- und Kommunikationszentrale.

Zu den Aufgaben des ELW 2 gehören insbesondere die Erkundung und Darstellung von Einsatzlagen, die Vernetzung der Einsatzkräfte mit der Leitstelle, die Dokumentation des Einsatzgeschehens sowie die Unterstützung bei Logistik und Kommunikation mit Behörden und weiteren Partnern.

Der Freistaat Bayern unterstützt die Anschaffung mit einem Zuschuss von rund
211.000 Euro. Gemeinsam mit den Mitteln des Landkreises kann damit eine leistungsfähige und zeitgemäße Führungsstruktur für größere Einsatzlagen geschaffen werden.

Einsatzdrohne für die Feuerwehr Opfenbach
Auch die Feuerwehr Opfenbach erhält mit einer neuen Drohne zusätzliche Möglichkeiten für die Einsatzbewältigung, die bei Bedarf nicht nur vor Ort, sondern im gesamten Landkreis Lindau eingesetzt werden kann. Die Technik ermöglicht eine schnelle Erkundung aus der Luft und liefert den Einsatzkräften wichtige Informationen aus schwer einsehbaren Bereichen. Die Drohne verfügt unter anderem über Wärmebildtechnik und kann bei der Suche und Rettung von Personen, bei der Überwachung von Einsatzstellen und Einsatzkräften sowie bei der Dokumentation von Schadenslagen eingesetzt werden. Auch bei der Erkundung möglicher Schadstofflagen kann die Luftunterstützung wertvolle Informationen liefern.

Neues Dienstfahrzeug für den Kreisbrandrat
Mit einem neuen Dienstfahrzeug wird zudem die Arbeit des Kreisbrandrats unterstützt. Als koordinierende Führungskraft ist dieser regelmäßig an unterschiedlichen Einsatzstellen im Landkreis im Einsatz. Das neue Fahrzeug ermöglicht dabei eine schnelle und sichere Mobilität.

Investition in Sicherheit und Ehrenamt
Mit den neuen Einsatzmitteln investiert der Landkreis gezielt in die technische Ausstattung und die Führungsfähigkeit seiner Feuerwehren und des Katastrophenschutzes. „Moderne Technik allein bewältigt keinen Einsatz. Entscheidend sind die Menschen, die sie bedienen, und das Zusammenspiel aller Beteiligten“, so der Landrat.

Sein Dank galt deshalb allen, die an der Planung und Umsetzung der Investitionen beteiligt waren. Gleichzeitig appellierte Stegmann an die Einsatzkräfte, die neuen Möglichkeiten aktiv in Ausbildung und Einsatzpraxis zu integrieren: Training, Vernetzung und der Austausch von Erfahrungen seien wichtige Voraussetzungen dafür, dass die neue Technik im Ernstfall optimal eingesetzt werden könne.

Der Landkreis will den eingeschlagenen Weg auch künftig fortsetzen und gemeinsam mit dem Freistaat weitere Fördermöglichkeiten nutzen. Wo Investitionen für die Sicherheit und Einsatzfähigkeit notwendig sind, sollen diese gezielt vorangetrieben werden.