Bayerischer Präventionstag +++ Veranstaltung zum Zeckenschutz am Gymnasium Lindenberg

Lindau (Bodensee) – 65 Schülerinnen und Schüler sowie acht Lehrkräfte beteiligten sich im Gymnasium Lindenberg am Bayerischen Präventionstag. Mit einer praxisnahen Unterrichtseinheit zeigte die Gesundheitsregionᵖˡᵘˢ Landkreis Lindau (Bodensee) gemeinsam mit dem Gesundheitsamt den Schülerinnen und Schülern, wie Gesundheitsvorsorge bereits im Schulalltag beginnen kann.

Unter dem Motto „Gemeinsam aktiv für mehr Gesundheit“ fand am 12. Oktober der landesweite Bayerische Präventionstag statt. Auch die Gesundheitsregionᵖˡᵘˢ Landkreis Lindau machte an diesem Aktionstag mit. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Lindau gestaltete sie am Gymnasium Lindenberg eine 90-minütige Unterrichtseinheit zum Thema „Zecken – klein, aber nicht harmlos“.

Der Bayerische Präventionstag ist ein wichtiger Bestandteil des Masterplans Prävention, den das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention im Herbst 2025 auf den Weg gebracht hat. Dessen Ziel ist es, Gesundheitsbewusstsein, Vorsorge und Gesundheitskompetenz nachhaltig zu stärken. An dem Aktionstag können unterschiedlichste Einrichtungen und Institutionen durch konkrete Angebote dazu bei-tragen. Schulen spielen dabei eine besonders wichtige Rolle, denn hier können besonders junge Menschen frühzeitig lernen, Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen.

Zecken erkennen, Krankheiten verstehen, richtig schützen

Wie leben Zecken? Welche Krankheiten können sie übertragen? Und wie schützt man sich am besten? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Dr. Lenka Majdis, Ärztin am Gesundheitsamt Lindau, und Thomas Kaleja, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionᵖˡᵘˢ, nach.

Neben einem kurzen Film und Informationen zu FSME und Borreliose standen insbesondere praktische Schutzmaßnahmen im Mittelpunkt. Die Jugendlichen erfuhren, wie geschlossene, möglichst helle Kleidung und festes Schuhwerk helfen können, Zecken-stiche zu vermeiden. Auch die Anwendung sogenannter Repellentien wurde erläutert. Diese zeckenabweisenden Mittel können auf unbedeckten Hautstellen einen zusätzlichen Schutz bieten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die FSME-Impfung. Während gegen die bakterielle Lyme-Borreliose keine Schutzimpfung zur Verfügung steht, kann einer FSME-Erkrankung durch eine Impfung wirksam vorgebeugt werden. Nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums sind 95 der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte als FSME-Risikogebiete ausgewiesen. „Ein guter Schutz vor Zecken beginnt bereits vor dem Aufenthalt im Freien. Geeignete Kleidung, Zeckenschutzmittel und das anschließende Absuchen des Körpers sind wichtige Maßnahmen. Besonders hervorheben möchte ich die FSME-Impfung. Sie bietet einen wirksamen Schutz vor einer Erkrankung, die unter Umständen schwer verlaufen kann“, erklärt Dr. Lenka Majdis.

Prävention zum Mitmachen

Damit das vermittelte Wissen unmittelbar angewendet werden konnte, hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, verschiedene Hilfsmittel zur Zeckenentfernung selbst auszuprobieren. Dazu gehörten unter anderem Zeckenkarten und Pinzetten. Auch eine Smartphone-Lupe wurde als praktische Hilfe zum besseren Erkennen kleiner Zecken vorgestellt. Zum Abschluss konnten die Jugendlichen beim Zecken-Quiz ihr neu erworbenes Wissen spielerisch überprüfen.

Die Unterrichtseinheit zum Zeckenschutz wurde am Gymnasium Lindenberg sehr begrüßt. „Solche Angebote sind eine wertvolle Ergänzung zu unserem regulären Unterricht. Sie verbinden theoretisches Wissen mit praktischen Erfahrungen und zeigen den Schülerinnen und Schülern, wie sie das Gelernte unmittelbar im Alltag anwenden können. Besonders schön ist es, wenn Fachleute von außerhalb der Schule ihr Wissen einbringen und die Jugendlichen selbst aktiv werden können“, betont Kai Pelleter, Fachschaftsleiter Natur und Technik/Biologie am Gymnasium Lindenberg.