Klimaschutz und Energiewende

Klimaschutz und Energiewende sind eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Der Landkreis Lindau wird seiner Rolle auf zweierlei Weise gerecht:

  • Er saniert Zug um Zug seine Liegenschaften vorbildhaft in Bezug auf Ökologie und Ökonomie auf einen optimalen energetischen Standard.
  • Im Sinne der Landkreisordnung steht er den Kommunen des Landkreises als Bindeglied zur Verfügung, die Energiewende gemeinschaftlich zu meisten.

In der Randspalte finden Sie das Energie- und Klimaschutzkonzept des Landkreises Lindau (Bodensee), welches Leitziele, weitere strategische Vorgehensweisen und konkrete Maßnahmen beinhaltet.

Extremwetter-Ereignisse

Praktische Tipps und Links rund um das Thema „Hitze“

Lindau (Bodensee) – In den letzten Jahren haben Anzahl und Dauer von Hitzewellen auch in Deutschland zugenommen. Das Landratsamt Lindau hat deshalb praktische Verhaltensregeln und Quellen, unter denen sich die Bürgerinnen und Bürger eigenverantwortlich zu dem Thema informieren können, zusammengestellt.

Der Deutsche Wetterdienst informiert auf seiner Internetseite über Hitzeereignisse und spricht Hitze- und UV-Warnungen aus. Informationen gibt es auch in der APP des Deutschen Wetterdienstes.

Ebenso gibt es die Warn-Apps KatWarn und NINA, die in einem Extremfall / Katastrophenfall von den Behörden zur Warnung der Bevölkerung genutzt werden. 

Im Allgemeinen gelten folgende Empfehlungen:

  • Lüftung von Räumen nachts und früh morgens
  • Geschlossen halten von Fenstern und Fensterläden, um starke Hitzeeinwirkung während der Mittagszeit zu vermeiden
  • Reduzierung vom Einsatz elektronischer Geräte in Wohnräumen
  • Anbringen nasser Handtücher in Innenräumen
  • Abschirmung von Fenstern durch Rollos, Vorhänge oder sonstigen textilen Schutz gegen direkte Sonneneinstrahlung

Fernhalten von Hitze und direkter Sonneneinstrahlung

  • Kinder und Tiere nicht in geparkten Fahrzeugen ausharren lassen
  • Nachtruhe in möglichst kühlen Räumen abhalten
  • Vermeiden zu heißen Tageszeiten (Mittagshitze) nach draußen zu gehen
  • Schattenplätze aufsuchen
  • regelmäßiges Trinken von Wasser in ausreichenden Mengen
  • Verzicht auf Alkoholkonsum
  • Tragen von Kopfbedeckung und Sonnenbrille bei Sonneneinstrahlung
  • Tragen leichter Kleidung, um Überhitzung zu vermeiden
  • Verrichtung körperlicher Arbeiten während kühler Tageszeiten
  • Regelmäßige Abkühlung mit kaltem Wasser (in Dusche, Bad, mit Hilfe von Wickeln, feuchten Handtüchern, Fußbädern, etc.)
  • häufiges Essen, dafür in kleinen Portionen, um den Magen-Darmtrankt nicht zu überlasen

Wichtig ist, die Beachtung körperlicher Signale, wie Schwindel oder Unwohlsein. Treten diese auf, ist umgehend ein kühler Ort aufzusuchen und ausreichend Wasser zu trinken. Bei akuten Bewusstseinsveränderungen ist umgehend ein Arzt aufzusuchen.

Kommt es zu Temperatur-Perioden mit hoher Luftfeuchtigkeit in Kombination mit einem Anstieg der Temperatur auf über 30 Grad Celsius, ohne ein Absinken auf unter 20 Grad Celsius während der Nachtzeit, stellt dies eine Belastung für das menschliche Herz-Kreislaufsystem dar. Bei körperlicher Anstrengung und einer nicht ausreichenden Flüssigkeitszufuhr kann dies zu lebensbedrohlichen, hitzebedingen Erkrankungen führen.

Menschen die von Herz-Kreislauf- und/oder Atemwegs-Erkrankungen betroffen sind sowie über 65-Jährige und Kleinkinder sind im Besonderen gefährdet. Ebenfalls betroffen sind Menschen, die sich übermäßiger Sonneneinstrahlung und Hitze aussetzen.

Wichtige Informationen zum Thema Hitzeeinwirkung und Gesundheit sind unter folgenden Links zu finden:

Solarpotentialkataster

Ist mein Hausdach für eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung oder Solarthermie geeignet? Antworten darauf gibt das Solarpotenzialkaster.

Es zeigt für jedes Gebäude im Landkreis Lindau wie geeignet es für die Installation einer PV- oder Solarthermieanlage ist. Man kann das Dach des eigenen Hauses identifizieren und mit einem Tool online die eigene PV-Anlage detailliert konfigurieren und simulieren. Ergebnis der Simulation ist, welchen Anteil des erzeugten Solarstroms man selber nutzen kann und wie sich ein Batteriespeicher auswirkt und vor allem welchen wirtschaftlichen Nutzen man erwarten kann.

Hier geht es zum Solarpotentialkataster.

Heizrechner

Beim Heizen auf klimafreundliche Systeme wie Wärmepumpe oder Pelletskessel zu setzen, schont nicht nur die Umwelt, sondern lohnt sich für Hausbesitzer oftmals auch in finanzieller Hinsicht – egal ob im Neubau oder im Bestand. Gerade bei der neuen Förderung der Bundesregierung mit bis zu 45 Prozent Zuschuss ist ein Heizungstausch attraktiv. Der Landkreis Lindau bietet zusammen mit dem Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) einen neuen Heizrechner an. Dieser ist hier zu finden. An 6 Orten im Landkreis Lindau können sich Bürger des Landkreises außerdem in Sachen Energie kostenlos von einem Fachingenieur/Architekt beraten lassen. Genauere Informationen dazu sind im nächsten Punkt unter "Service für Landkreisbürger" aufgeführt.

Service für Landkreisbürger


Die Verbraucherzentrale Bayern und das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) bieten seit Anfang 2018 gemeinsam Energieberatungen im Allgäu an.
An 6 Orten im Landkreis Lindau können sich Bürger des Landkreises in Sachen Energie kostenlos von einem Fachingenieur/Architekt beraten lassen.

 

Kostenloses Beratungsangebot

Themen können sein:

  • Wie baut man heute nach dem aktuellen Stand der Technik?
  • Welche Möglichkeiten gibt es bei der energetischen Altbausanierung?
  • Welche Möglichkeiten gibt es beim Einsatz erneuerbarer Energien?
  • Welche öffentlichen Förderprogramme kann man nutzen?
  • Energieausweis: Wie erfüllt man die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Antworten bekommen Sie von einem qualifizierten Fachingenieur.
Die Kosten für die Beratung werden getragen durch die Kommunen und die Verbraucherzentrale Bayern.

Beratung nur nach Voranmeldung.

 

Beratungsstelle Ort der Beratung Wochentag im Monat Uhrzeit Anmeldung per Telefon Berater
Bodolz Rathaus 2. und 4. Montag 16 - 18 Uhr 08382 933010 oder

0831 960286-0


Dipl. Ing. Günter Edeler
Lindau Bauamt, Bregenzer Str. 8, EG 1. und 3. Donnerstag 08 - 12 Uhr

0831 960286-0

Architekt Dipl. Ing. Thomas Kubeth
Lindenberg i. Allgäu Bürgerbüro, Stadtplatz 1 2. Mittwoch 13:30 - 17:30 Uhr 08381 80333 oder

0831 960286-0


Architekt Dipl. Ing. Thomas Kubeth
Oberreute

 Sitzungssaal Generationenhaus Oberreute Freibadweg 5 

Im monatlichen Wechsel mit Stiefenhofen am 1. Montag
in geraden Monaten (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember)

16 - 18 Uhr 08387 99099 oder

0831 960286-0



Scheidegg i. Allgäu Kurverwaltung 4. Donnerstag 16 - 18 Uhr 08381 89531 oder

0831 960286-0


Architekt Dipl. Ing. Thomas Kubeth
Stiefenhofen Dorfzentrum Sonne, Hauptstraße 16

Im monatlichen Wechsel mit Oberreute am 2. Montag
in ungeraden Monaten
(Januar, März, Mai, Juli, September, November)

16 - 18 Uhr 08383 92080 oder

0831 960286-0


Architekt Dipl. Ing. Thomas Kubeth
Wasserburg (Bodensee) Rathaus 1. und 3. Mittwoch 16 - 18 Uhr 08382 98530 oder

0831 960286-0


Dipl. Ing. Günter Edeler

Energieberatung

Wie lassen sich Energiekosten im eigenen Haushalt reduzieren? Welche Maßnahmen sind bei einer energetischen Sanierung sinnvoll? Und ist die eigene Heizungs- oder Solarthermieanlage optimal eingestellt?

Die Energieberaterinnen und Energieberater von eza! informieren Sie über mögliche Einsparpotenziale und zeigen auf, welche Maßnahmen an Ihrem Gebäude sinnvoll sein können. Häufig lassen sich bereits mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen Energie und Kosten einsparen.

Vor-Ort-Beratung und Gebäudecheck

Sie wünschen eine individuelle Beratung direkt an Ihrem Gebäude? Im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung oder eines Gebäudechecks können die Energieberaterinnen und Energieberater die Situation vor Ort betrachten und konkrete Empfehlungen geben.

Hier können Sie sich für eine Vor-Ort-Beratung bzw. einen Gebäudecheck anmelden.

Die Vor-Ort-Beratung von eza! und der Verbraucherzentrale wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. Für die Beratung fällt in der Regel ein Eigenanteil von 40 Euro an. Im Rahmen der Kampagne „Check-Dein-Haus“ ist die Beratung kostenfrei.

Heizung

Neue Heizung
Sie planen den Austausch Ihrer Heizungsanlage und möchten wissen, welches Heizsystem für Ihr Gebäude geeignet ist? Die Energieberatung unterstützt Sie bei der Auswahl und vergleicht verschiedene Heizsysteme, beispielsweise Wärmepumpen oder Pelletheizungen, hinsichtlich Investitions- und Betriebskosten sowie der entstehenden CO₂-Emissionen. Dabei werden die individuellen Gegebenheiten und Anforderungen Ihres Gebäudes berücksichtigt.

Heizungsoptimierung
Auch eine bestehende Heizungsanlage lässt sich häufig optimieren. Die Energieberatung prüft die Einstellungen und die Effizienz von Öl- und Gasheizungen, Wärmepumpen sowie Fernwärmeheizungen und gibt Empfehlungen für einen möglichst effizienten Betrieb.

Für die Heizungsoptimierung sind zwei Vor-Ort-Termine erforderlich. Die notwendigen Messungen erfolgen über einen Zeitraum von ein bis zwei Tagen.

Hier zur Vor-Ort-Beratung anmelden.

Strom- und Wärmeverbrauch

Wie hoch ist der Strom- und Wärmeverbrauch Ihres Haushalts und wo bestehen Einsparpotenziale? Im Rahmen der Beratung werden der Energieverbrauch und die vorhandene Geräteausstattung betrachtet. Sie erhalten praktische Hinweise, wie sich Energie im Alltag effizient und ohne großen Aufwand einsparen lässt.

Auch Energiekostenabrechnungen, beispielsweise für Strom, Gas oder Heizung, können im Rahmen der Beratung geprüft und erläutert werden.

Hier zur Vor-Ort-Beratung anmelden.

Richtig Heizen und Lüften

Richtiges Heizen und Lüften trägt dazu bei, Energie zu sparen und Feuchtigkeit sowie Schimmelbildung zu vermeiden. Bei Fragen zum Heiz- und Lüftungsverhalten oder zu möglichen Schwachstellen an der Gebäudehülle erhalten Mieterinnen und Mieter sowie private Haus- und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer fachkundige Unterstützung.

Auch bei bereits aufgetretener Schimmelbildung können mögliche Ursachen und sinnvolle Maßnahmen im Rahmen der Beratung besprochen werden.

Hier zur Vor-Ort-Beratung anmelden.

Solarwärme

Planung einer neuen Anlage
Sie überlegen, eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung oder zur Unterstützung der Heizung zu installieren? Die Energieberatung informiert über die Möglichkeiten und unterstützt bei der Einschätzung, ob eine solarthermische Anlage für das Gebäude geeignet ist.

Überprüfung einer bestehenden Anlage
Sie möchten wissen, ob Ihre solarthermische Anlage effizient arbeitet? Im Rahmen der Beratung kann die Funktionsweise und Effizienz der Anlage überprüft werden.

Die Messungen können in der Regel von Frühjahr bis Herbst durchgeführt werden und erfolgen über einen Zeitraum von mindestens drei Tagen. Dafür sind zwei Vor-Ort-Termine erforderlich.

Hier zur Vor-Ort-Beratung anmelden.

Photovoltaik

Sie überlegen, eine Photovoltaikanlage zu installieren, und möchten wissen, ob sich eine solche Anlage für Ihr Gebäude wirtschaftlich lohnt? Die Energieberatung informiert über die Möglichkeiten der Stromerzeugung mit Photovoltaik und beantwortet Fragen zu Planung, Eigenverbrauch und Batteriespeichern.

Dabei wird erläutert, wie eine Photovoltaikanlage dazu beitragen kann, den selbst erzeugten Strom direkt zu nutzen, Energiekosten zu reduzieren und den Bezug von Strom aus dem Netz zu verringern.

Hier zur Vor-Ort-Beratung anmelden.

Gebäudehülle

Sie planen eine energetische Sanierung und haben Fragen zur Gebäudehülle? Die Energieberatung informiert zu verschiedenen Maßnahmen, beispielsweise zur Dämmung von Dach, Fassade oder Kellerdecke, zum sommerlichen Wärmeschutz sowie zum Austausch von Fenstern und Türen.

Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zu möglichen Förderprogrammen und den Voraussetzungen, die für eine Förderung bzw. für das Erreichen bestimmter energetischer Standards erfüllt werden müssen.

Hier zur Vor-Ort-Beratung anmelden.


Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept beinhaltet die Energieverbräuche, aufgeteilt nach Energieträger und CO2-Ausstoß der vergangenen Jahre für die Bereiche Haushalt, Gewerbe und Verkehr und Handlungsempfehlungen für die Kommunen. Dazu wurden in den Kommunen Energieteams gebildet, welche für die Erstellung des Konzeptes und Durchführung der Handlungsempfehlungen zuständig sind. Um einen Gesamtüberblick über den Energieverbrauch sowie die Potentiale des Landkreises Lindau mit entsprechenden Handlungsempfehlungen zu erhalten, hat der Landkreis mit dem Beirat für Energiefragen ebenfalls ein Klimaschutzkonzept für die Kreisbelange erstellt.

Energetische Sanierungen

Nach den Vorgaben der »Leitlinien für wirtschaftliches Bauen« hat der Landkreis für seine größten und wichtigsten Liegenschaften Energiegutachten erstellen lassen. Aus den vorgeschlagenen Maßnahmen wurde je nach Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit eine Prioritätenliste erstellt.

Bisher wurden folgende Liegenschaften energetisch saniert oder teilsaniert:

  • Realschule Lindenberg (erfüllt die Kriterien Passivhaus im Bestand)
  • St. Martin Schule (Unterschreitung der EnEV um etwa 30%)
  • Realschule Lindau (Einbau einer Lüftungsanlage)
  • Schulzentrum Lindau (Heizungssanierung mit Brennwertkessel, Blockheizkraftwerk, Hydraulischem Abgleich, Hocheffizienzpumpen)
  • Valentin-Heider-Gymnasium (Heizungserneuerung Pelletheizung)
  • Valentin-Heider-Gymnasium Turnhalle (Passivhausstandard)

BürgerEnergie Stadt - Land - See e.G.

Um die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises aktiv an der Energiewende teilhaben zu lassen, vermietet der Landkreis geeignete Dächer seiner Liegenschaften an die BürgerEnergie Stadt - Land - See e.G. zur Errichtung von Solarstromanlagen, an denen sich die Bürger durch eine Einlage beteiligen können.

Folgende Projekte mit Bürger-Solarstromanlagen auf Landkreisdächern wurden bereits realisiert:

  • Realschule Lindau
  • Realschule Lindenberg
  • Schulzentrum Lindau Turnhalle
  • In Planung: Valentin-Heider-Gymnasium

 

 

Geförderte Projekte durch die Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungsträger.

Der Landkreis bemüht sich im Rahmen seiner Möglichkeiten viele Klimaschutzprojekte umzusetzen. Im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes wurde die Stelle des Klimaschutzmanagers sowie weiter unten dargestellte Projekte gefördert.

Links zu den beteiligten Stellen:

BMUB: www.klimaschutz.de

Projektträger Jülich: www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Errichtung einer Überdachung für hochwertige Radabstellanlagen am Valentin Heider Gymnasium

Das Valentin Heider Gymnasium bildet zusammen mit fünf weiteren Schulen das Schulzentrum Lindau mit insgesamt ca. 5000 Schülern und Personal. Auch wenn viele Schülerinnen und Schüler mit Fahrädern und Bussen in die Schule kommen, gibt es zu Spitzenzeiten mit zäh fließendem Verkehr und kleineren Staus Gefahrensituationen, Lärm und Gestank. Insbesondere an Schlechtwettertagen wird dies noch verstärkt, da hier vermehrt "Eltern-Taxis" genutzt werden und auch die Lehrkräfte mit dem Auto kommen.

Mit der Verbesserung der Fahrradabstellsituation (moderne Fahrradabstellmöglichkeiten und Fahrradüberdachung) soll erreicht werden, dass Schüler, Personal, Eltern und Gäste auch an Schlechtwettertagen das Fahrrad nutzen. Am Valentin Heider Gymnasiums wurden moderne Fahrradparker bereits beschafft, so dass nun mit der Überdachung ausreichend überdachte und somit trockene Abstellplätze für den Regenfall zur Verfügung stehen.

Das Vorhaben wurde durch die Klimaschutzinitiative mit insgesamt 36.654 € gefördert.

Förderung der Elektromobilität im Landkreis Lindau. Beschaffung von Elektrofahrzeugen für die Landkreisverwaltung

Schon seit Jahren beschäftigt man sich im Landratsamt Lindau mit dem Thema Elektromobilität. Doch die noch bis vor wenigen Jahren angebotenen Modelle waren größtenteils eine Ansammlung kostspieliger Individuallösungen oder Umbauten mit geringer Reichweite, mangelnder Sicherheit, mangelndem Komfort und fragwürdiger Ökobilanz. Jetzt ist es mit der Bundesförderung gelungen drei Elektrofahrzuge, zusammen mit der entsprechenden Ladeinfrastruktur zu beschaffen, welche die Bedingungen und Anforderungen des Landkreises erfüllen und zur vollsten Zufriedenheit der Mitarbeiter des Landkreises unterwegs sind.

Die Beschaffung der Fahrzeuge hat zusammen mit der Ladeinfrastruktur rund 63.000 Euro gekostet, wovon die Hälfte durch den Bund gefördert wurde.

Einführung eines prämienbasierten Klimaschutzmanagementsystems mit Unterstützung der Aktivitäten der Nutzer in Schulen in der Aufwandsträgerschaft des Landkreises Lindau (Bodensee)

Schüler, Lehrkräfte und Hausmeister sind aufgefordert durch einfach umsetzbare Energiesparmaßnahmen Wärme, Strom, Wasser und Müll zu sparen. Im Vordergrund steht dabei energiebewusstes Alltagsverhalten bei der Benutzung von Thermostatventilen, Lampen, sonstigen elektrischen Geräten oder beim Lüften. Hinzu kommt das richtige Bedienen der vorhandenen Heizungs- Regel- und Energietechniken.

Ziel der Einführung eines Prämiensystems zur Unterstützung der o.g. Aktivitäten ist es:

  • Schülerinnen und Schüler zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Energie, Wasser und Abfall zu animieren
  • durch die Reduzierung der CO2-Emissionen der Schulen einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten;
  • zur Reduzierung der Betriebskosten der Schulen zur Energiekostenreduktion beizutragen.

Alle Schulen in der Aufwandsträgerschaft des Landkreises nehmen inzwischen an diesem Projekt teil.

Die Aktivitäten der Schulen wurden bisher mit zwei Prämierungsveranstaltungen gewürdigt.

 

Neue Beleuchtung mit LED in der FOS-Sporthalle

Im September 2014 erhielt der Landkreis Lindau den Förderbescheid des Projektträgers Jülich (PTJ) mit dem Förderkennzeichen: FKZ 03K00198 und dem Titel: "Einbau einer LED-Beleuchtung im Rahmen der Sanierung der Sporthalle des Berufsschulzentrums Reutiner Str. 10 in Lindau“ zum Austausch der maroden Beleuchtungsanlage in der Doppelturnhalle der Fachoberschule. Im September 2015 wurde diese Maßnahme abgeschlossen.

Die bisher eingesetzten Quecksilberdampf-Hochdrucklampen haben eine Reihe von Nachteilen: Sie werden mit dem Einschalten erst allmählich hell, sie sind nicht schaltfest und sehr störanfällig, haben eine schlechte Farbwiedergabe, werfen Schatten und blenden durch ihre punktförmige Lichtquelle. Diese Schwächen werden durch LED-Langfeldleuchten vollständig beseitigt. Doch wesentlich ist die deutlich höhere Energieeffizienz, die sich der Landkreis durch die Neuinstallation erhofft: Eine Stromverbrauchsreduktion um 81 Prozent oder fast 20.000 kWh, so viel, wie etwa 5 Vierpersonenhaushalte pro Jahr verbrauchen und eine CO2-Reduktion von 286 Tonne in 20 Jahren. Auch die Anschlussleistung kann mit der Neuinstallation signifikant von 10 Kilowatt auf nur noch 3,4 Kilowatt gesenkt werden. Mit einer geschätzten Lebensdauer von 50.000 Stunden hat die neue Beleuchtungsanlage gute Chancen mindestens so alt zu werden wie die alte.

Der Landkreis beabsichtigt auch in Zukunft mittel- und langfristig, in seinen Liegenschaften die Beleuchtung auf LED umzustellen.

LEADER-Projekt: Wasserkraft

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums:
Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete, mitfinanziert durch den Freistaat Bayern im Rahmen des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum in Bayern 2014-2020.


Der Landkreis Lindau hat 2016 eine Studie über das Wasserkraftpotential im Landkreis Lindau und Markt Oberstaufen in Auftrag gegeben, welche im Herbst 2018 abgeschlossen wurde.
Die Studie wurde von LEADER mit knapp 5.000 € gefördert und brachte folgendes Ergebnis:

Im Landkreis Lindau und in der Marktgemeinde Oberstaufen waren 123 Standorte dokumentiert. Etwa 100 Standorte wurden gefunden. Dabei handelt sich um Anlagen im Betrieb sowie um ehemalige Anlagen mit und ohne Reste der Anlage. Es wurden während der Untersuchung auch ehemalige Anlagen gefunden, welche nirgends erwähnt waren und viele stillgelegte aber erhaltungswürdige Anlagen. 21 Wasserkraftanlagen sind im Landkreis Lindau und Markt Oberstaufen noch in Betrieb. Insgesamt wären 19 Anlagen reaktivierbar, vier davon als Neuanlagen.

Die Anlagen würden sich wie folgt verteilen:

Landkreis Lindau: 12 Anlagen mit 390 kW davon vier Neuanlagen mit 305 kW
Markt Oberstaufen: 3 Anlagen mit 130 kW

Mit dem reaktivierbaren Potential von insgesamt 520 kW im Landkreises Lindau und Markt Oberstaufen könnten mit den für die Wasserkraft üblichen 4.000–5000 Volllaststunden im Jahr 2 bis 2,5 Mio. kWh Strom erzeugt werden.
Zum Vergleich: Der Stromverbrauch im Landkreis Lindau beträgt etwa 400 Mio. KWh.
Insgesamt würden dann das gesamte Wasserkraftpotential 3,72 MW betragen aufgeteilt auf den Landkreis Lindau mit 1,2 MW und dem Markt Oberstaufen mit 2,5 MW.

Auch die Elektromobilität ist im Landkreis Lindau hoch im Kurs. Lesen Sie mehr zum Thema unter Elektromobilität.