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Arbeitsgruppen

Durch das Gesundheitsforum werden anhand von Bedarfsanalysen potentielle Verbesserungsvorschläge erarbeitet, aus denen Projekte initiiert werden. Arbeitsgruppen werden in den Themenfeldern „Gesundheitsförderung und Prävention“, „Gesundheitsversorgung“ sowie „Pflege“ eingesetzt. Weitere Arbeitsgruppen mit Bezug zum Gesundheitswesen sind jedoch möglich.

Für die Bearbeitung komplexer Projekte werden Arbeitsgruppen mit fachlichen Experten eingesetzt. Dies schließt sowohl theoretische als auch praktische Erfahrungen ein. Die Inhalte von Projekten werden am Bedarf der Zielgruppe ausgerichtet.

Bei begrenzten Ressourcen (personell, zeitlich und finanziell) ist darauf zu achten, dass Synergien genutzt werden, um möglichst gute Ergebnisse zu erzielen. Beim geplanten Projekt müssen Ziele, Strategien, Maßnahmen, benötigte Ressourcen und der Zeitplan übereinstimmen.

Des weiteren ist ein Wissenstransfer zwischen den Akteurinnen und Akteuren der Gesundheitsregionplus und der bereits bestehenden Strukturen wichtig, um Doppelstrukturen zu vermeiden und ressourcensparend zu arbeiten. Dieser Erfahrungsaustausch mit Anderen sollte während des ganzen Projekts eine zentrale Aufgabe sein. So kann an bereits gewonnenen Ergebnissen angesetzt und diese weiterentwickelt werden.


Gesundheitsförderung und Prävention

Ein gesunder Lebensstil trägt maßgeblich zur Gesundheit bei. Doch viele Faktoren beeinflussen unser gesundes Verhalten. Stress im Alltag, ein geringes Einkommen, eine geringe Gesundheitskompetenz oder auch der Konsum von Genussmitteln haben eine negative Wirkung auf unsere Gesundheit.

Häufig werden die Begriffe der Prävention und der Gesundheitsförderung gleichgesetzt. Sie beziehen sich zwar beide auf das individuelle Verhalten einzelner Menschen, haben aber unterschiedliche Konzepte.

Bei der Prävention werden gezielte Maßnahmen und Aktivitäten angeboten, um Krankheiten oder gesundheitliche Schädigungen zu vermeiden, das Risiko der Erkrankung (z. B. psychische Gesundheit, lebensstilbedingte Krankheiten) zu verringern oder ihr Auftreten zu verzögern.

Unter Gesundheitsförderung hingegen versteht man Maßnahmen und Strategien, mit denen die Stärkung der Gesundheitsressourcen und -potenziale der Menschen (Gesundheitskompetenz) erreicht werden sollen. Sie ist als wesentlicher Bestandteil des alltäglichen Lebens zu betrachten. Die Bevölkerung soll dazu befähigt werden, ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu erlangen. Die Grundlagen zur Gesundheitsförderung wurden bereits 1986 mit der Ottawa-Charta festgelegt. Um ein umfassendes körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu erlangen, ist es notwendig, dass sowohl einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. verändern können. Projekte sind hier in Kindertagesstätten, Schulen und auch in der betrieblichen Gesundheitsvorsorge möglich.


Gesundheitsversorgung

Die Gesundheitsversorgung beinhaltet alle Maßnahmen zum Erhalt, zur Förderung und Wiederherstellung der Gesundheit. Hierunter fallen kurative Interventionen ebenso wie Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention bis hin zur Rehabilitation und Palliativversorgung“. Eine große Herausforderung stellt hierbei auch die hausärztliche Versorgung in unserem ländlich geprägten Landkreis dar.


Pflege

Vom Themenfeld der Pflege sind die meisten Bürgerinnen und Bürger im Laufe Ihres Lebens direkt oder indirekt betroffen. Menschen werden aufgrund von hohem Alter, nach einem Unfall oder durch Krankheit oder Behinderung mit einer Pflegebedürftigkeit konfrontiert. Da Pflege uns alle betreffen kann, müssen der Bevölkerung relevante Informationen angeboten werden.

Durch den demographischen Wandel ist auch ein zunehmender Fachkräftemangel in der pflegerischen Versorgung zu erwarten. Junge Menschen müssen für das Berufsbild der Pflegefachfrau/ des Pflegefachmanns begeistert werden. Die Auszubildenden sollen zudem langfristig in der Region gehalten werden.

Aber auch das Thema Wohnen im Alter (z.B. Kurzzeitpflege, Ausbau des barrierefreien Wohnraums) wird eine Herausforderung bleiben.

Gemeinsam mit den lokalen Akteuren sind im Netzwerk der Gesundheitsregion Strategien zu erarbeiten, durch welche die pflegerische Versorgung der Menschen im Landkreis gesichert werden kann.