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Testament

Letztwillige Verfügung

So nennt man Testamente und Erbverträge.

Hierbei können Sie selbst bestimmen, wer Erbe wird, egal ob Verwandte, Vereine, Freunde usw. Hat der Erblasser dadurch bestimmte Verwandte ausgeschlossen, so können diese ihren Pflichtteil beanspruchen. Pflichtteilsberechtigt sind die noch lebenden Abkömmlinge, Eltern und der Ehegatte. Der Pflichtteil ist die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und verjährt nach drei Jahren.

Eine letztwillige Verfügung kann jederzeit geändert werden, aufgehoben oder neu erstellt werden, gemeinschaftliche Testamente und Erbverträge jedoch nur von den Testierern gemeinsam.

Wie ist ein Testament abzufassen

Ein privatschriftliches Testament müssen Sie von Anfang bis zum Ende eigenhändig handschriftlich schreiben, mit Ort/Datum versehen und am Schluss mit Vor- und Zunamen unterschreiben, um Verwechslungen auszuschließen.

Ehegatten können ein gemeinschaftliches, eigenhändiges Testament errichten. Hierbei schreibt ein Ehegatte das gesamte Testament. Er unterschreibt es und der andere Ehegatte unterzeichnet es mit. Ein eigenhändiges Testament darf nicht mit der Schreibmaschine geschrieben sein. Ein solches wäre ungültig.

Neben dem handschriftlichen Testament gibt es noch das notarielle Testament oder den Erbvertrag. Diese Form einer letztwilligen Verfügung bietet die größte Sicherheit. Der Notar wird Ihre Testierfähigkeit feststellen und Sie eingehend beraten, sei es hinsichtlich Vermächtnissen, Auflagen, steuerlichen Folgen usw..

Wo ist ein Testament aufzubewahren

Der Aufbewahrungsort hat auf die Gültigkeit des Testamentes keinen Einfluss. Sie können Ihr Testament selbst aufbewahren (z.B. Dokumentenmappe). Dabei müssen Sie aber Vorsorge treffen, dass Ihre Erben das Testament nach Ihrem Tode auch tatsächlich finden und dem Nachlassgericht vorlegen können.

Wollen Sie darüber hinaus sicherstellen, dass das Testament nicht verloren geht, nach Ihrem Tode tatsächlich eröffnet und Ihr letzter Wille wirklich beachtet wird, so empfiehlt es sich, das Testament beim Amtsgericht zu hinterlegen. Die Hinterlegung ist bei jedem Amtsgericht gegen eine geringe Gebühr möglich. Das Gericht stellt über die Hinterlegung eine besondere Bestätigung aus. Dieser Hinterlegungsschein sollte wiederum so aufbewahrt werden, dass er von den Erben bei der Ordnung des Nachlasses leicht gefunden werden kann.

Wer erteilt Auskünfte

Auskünfte in Nachlassangelegenheiten erteilen Ihre Rechtsanwälte und Notare (gegen Gebühren).

Sehr zu empfehlen ist die kostenlose
Broschüre »Erbrecht«, herausgegeben vom

Dieser Ratgeber liegt auch aus bei den Städten, Gemeinden und Gerichten.