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Gleichstellung von Frauen und Männern

„Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ – so heißt steht es im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Im Freistaat Bayern gilt seit 1996 ein eigenes Gleichstellungsgesetz, das ab 1.7.2006 auf unbestimmte Zeit verlängert und in Einzelpunkten noch weiter verbessert wurde.

Trotz wesentlicher Fortschritte in den letzten Jahren ist die Gleichstellung von Frauen und Männern in der Alltagspraxis noch nicht gelungen.

Ein Teil unserer Realität ist immer noch: Mädchen schneiden in Schule und Ausbildung im Durchschnitt besser ab als Jungen. Trotzdem findet man sie seltener in Berufen mit guten Zukunfts- und Verdienstmöglichkeiten.

Frauen sind in Leitungspositionen, in Entscheidungsgremien und in der Politik immer noch deutlich unterrepräsentiert.

Die Arbeitsleistung von Frauen im sozialen Bereich wird schlechter bezahlt als die von Männern in technischen Berufen. Diese Arbeit ist gesellschaftlich sehr wichtig, wird aber weniger wertgeschätzt.

Frauen verdienen weniger, u.a. weil sie häufiger in Teilzeit arbeiten. Sie haben deshalb niedrigere Renten und sind im Alter schlechter versorgt und abgesichert.

Frauen erziehen Kinder, pflegen Angehörige und leisten häufig den größten Teil der Hausarbeit. Diese Mehrfachbelastungen stressen und schränken Frauen im Berufsleben ein.

Frauen und Mädchen sind häufiger Opfer von Missbrauch und häuslicher Gewalt. Sie werden nach wie vor in der Öffentlichkeit als Sexualobjekte dargestellt. Ihr Selbstwertgefühl wird reduziert.

Die Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes zu beobachten und einzufordern ist Aufgabe der Gleichstellungsbeauftragten. Benachteiligungen von Frauen und Mädchen aufzuspüren und zu beseitigen gehört dazu. Zusätzlich sollen durch eigene Aktionen Frauen und Mädchen besonders gefördert werden. Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen - und zwar für Frauen und Männer - ist ein weiteres wichtiges Ziel unserer Arbeit.

Bayerisches Gesetz zur Gleichstellung von Frauen und Männern