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Schuldnerberatung; Beratung

Redaktionell verantwortlich

Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales (siehe BayernPortal)
Stand: 22.11.2022

Voraussetzungen

Beraten werden kann jeder private Haushalt, der hilfebedürftig ist oder dem der soziale Abstieg droht. Grundlegende Voraussetzung effektiver Schuldnerberatung ist eine aktive und langfristige Zusammenarbeit zwischen dem oder der Hilfesuchenden und der Beraterin oder dem Berater.

Ratsuchende müssen bereit sein,

  • alle Schulden und alle Einnahmemöglichkeiten offenzulegen,
  • den Empfehlungen des Schuldnerberaters Folge zu leisten sowie Absprachen einzuhalten und
  • notfalls ihre Haushaltsführung zu ändern.

Sofern sie gewillt sind, diese Einschränkungen auf sich zu nehmen, ist eine erfolgversprechende Schuldnerberatung möglich.

Verfahrensablauf

Sie müssen sich mit Ihrem Anliegen an eine Schuldnerberatungsstelle wenden. Der weitere Verfahrensablauf hängt von der konkreten Situation ab.

Hinweise

Bereits bei den ersten Anzeichen finanzieller Schwierigkeiten wäre es sinnvoll, sich an eine Schuldnerberatungsstelle zu wenden, beispielsweise wenn

  • dringende Anschaffungen nur über Ratenkäufe möglich sind,
  • das Konto des Öfteren überzogen ist,
  • erste Mahnungen von Gläubigern eingehen.

Erfahrungsgemäß werden die besten Erfolge bei einer frühen Inanspruchnahme des Hilfeangebots erzielt. Daher sollte das Beratungsgespräch nicht hinausgezögert werden.

Bitte erkundigen Sie bei Ihrer Beratungsstelle, welche Formulare Sie benötigen.

Fristen

Ob und gegebenenfalls welche Fristen zu beachten sind, ist von der individuellen Situation abhängig.

Erforderliche Unterlagen

Welche Unterlagen erforderlich sind, ist mit der jeweiligen Beratungseinrichtung zu klären. Das sind zum Beispiel:
  • Unterlagen zum Nachweis der Überschuldung
  • Nachweise über Einnahmen und Ausgaben
  • Nachweise Inanspruchnahme staatlicher Hilfen
  • Bescheide
  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Mahnungen und aktuelle Forderungsaufstellungen
  • Pfändungsbeschlüsse
  • Wohnungskündigung, Zwangsräumung
  • Sperrung von Energie- und Wärmezufuhr
  • Antrag auf Mietschuldenübernahme
  • Antrag auf Kontopfändungsschutz
  • Nachweis anhängiger Strafverfahren

Kosten

Die Beratung ist kostenfrei.