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Informationen zum Coronavirus

Das Landratsamt Lindau hat seit 27. Februar einen Corona-Krisenstab eingerichtet, der an sieben Tagen die Woche, oftmals bis spät in die Nacht hinein damit beschäftigt ist, die unterschiedlichen Anforderungen und Fragen zu koordinieren, Sachverhalte abzuwägen und Entscheidungen zu treffen, die Auswirkungen auf viele Menschen haben. 

Informationen zum aktuellen Infektionsgeschehen:

Eine Übersichtskarte zu Coronavirusinfektionen in Bayern sowie die aktuellen Zahlen des Landkreises Lindau finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Weiterführende Informationen rund um Corona-Testmöglichkeiten im Landkreis, Maskenpflicht, Bestimmungen im Grenzverkehr und vieles mehr haben wir hier zusammengestellt: 

Informationen zum aktuellen Infektionsgeschehen im Landkreis Lindau

Einmal wöchentlich gibt das Landratsamt detaillierte Informationen zum Infektionsgeschehen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Infektionszahlen in den jeweiligen Gemeinden. Zudem werden die Anzahl der getesteten Personen im Testzentrum, aktuelle Quarantänefälle sowie eine Einschätzung des Infektionsgeschehens allgemein veröffentlicht. Die Informationen werden immer freitags aktualisiert. Bitte beachten Sie, dass die Zahlen aufgrund der unterschiedlichen Aktualisierungszeitpunkte von den veröffentlichen Zahlen des LGL oder RKI abweichen können. 

 

Einschätzung des Infektionsgeschehens allgemein (Stand 03.12.2020):

Die 7-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zur Vorwoche wieder angestiegen auf 158,6 (Angabe des RKI). Das Infektionsgeschehen ist weniger diffus und kann verstärkt einzelnen Ausbruchsgeschehen zugeordnet werden.

Aktuell ist keine Schule betroffen, jedoch eine Kindertagesstätte.

Stark betroffen sind derzeit leider Pflegeeinrichtungen. Hier sind viele Menschen besonders gefährdet. Das Gesundheitsamt steht mit allen betroffenen Einrichtungen in engem Kontakt, um das Infektionsgeschehen einzudämmen und alle nötigen Schutzmaßnahmen festzulegen.

Nach wie vor müssen in den Krankenhäusern / Schwerpunktkliniken verstärkt Menschen mit schwerer Symptomatik behandelt werden. Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens in den Pflegeeinrichtungen ist davon auszugehen, dass die Zahl steigen wird.

Landrat Elmar Stegmann appelliert auch mit Blick auf die Pflegeeinrichtungen an die Bürgerinnen und Bürger, weiterhin durch Kontaktbeschränkungen und Beachtung der AHA-Regeln mitzuhelfen, sich und andere zu schützen.

Seit Beginn des Testbetriebs am 28.08.2020 wurden in der Teststation an der Bösenreutiner Steig insgesamt 14.164 Testungen durchgeführt.

Ein allgemeiner Hinweis zur Validität der statistischen Angaben zum Landkreis: Der Landkreis Lindau (Bodensee) hat relativ wenige Einwohner und damit bei einzelnen Parametern auch relativ wenige Betroffene. Statistische Zahlen für den Landkreis haben daher insgesamt weniger Aussagekraft für einzelne Parameter als Gesamtzahlen der Landes- oder Bundesebene. Das LGL und das RKI veröffentlichen hierzu regelmäßig umfangreiche Datenpanels. 

Welche Maßnahmen und Regeln gelten ab 1. Dezember 2020

Ab Dienstag, 01.12.2020 gilt die 9. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Welche Maßnahmen und Regeln bis voraussichtlich Sonntag, 20. Dezember 2020 gelten, finden Sie hier

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat auf seiner Internetseite übersichtlich häufige Fragen und Antworten zusammengestellt. 

Weitergehende Maskenpflicht - Landratsamt hebt Liste der stark frequentierten Plätze auf

Zum 01.12.2020 ist die 9. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Kraft getreten. Diese gibt Bereiche vor, an denen die Maskenpflicht zwingend umgesetzt werden muss und zwar bayernweit. Dazu gehören Begegnungs- und Verkehrsflächen der Arbeitsstätte, insbesondere in Fahrstühlen, Fluren, Kantinen und Eingängen, am Arbeitsplatz, soweit der Mindestabstand von 1,5 m nicht zuverlässig eingehalten werden kann, in Handels- und Dienstleistungsbetrieben, in Groß- und Einzelhandelsbetrieben sowie auf deren Parkplätzen, auf Märkten, in Arzt- und Zahnarztpraxen sowie in allen Schulen und Bildungsstätten auch im Unterricht.

Außerdem können vor Ort durch die Landratsämter zentrale Begegnungsflächen benannt werden, an denen die Maskenpflicht dann ebenfalls gilt. Das Landratsamt Lindau hat entschieden, keine weiteren Begegnungsflächen zu benennen und hat mit Wirkung 30.11. um 24 Uhr die Allgemeinverfügung zu der erweiterten Maskenpflicht auf stark frequentierten Plätzen aufgehoben. Eine Liste der Plätzen, an denen die erweiterte Maskenpflicht aufgehoben wurde, finden Sie hier

Trotz gewisser Erleichterungen im Alltag werden alle Bürgerinnen und Bürger gebeten die AHA-AL (Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske tragen, CoronaApp benutzen, Lüften) zu berücksichtigen und soweit es möglich ist, Kontakte zu vermeiden. Nur durch ein umsichtiges Verhalten Aller können die Infektionszahlen auf einem niedrigen Niveau gehalten und die neuerliche Anordnung stärkerer Eingriffe vermieden werden.

 Was gilt an den Schulen im Landkreis Lindau (Stand 27.11.)?

Am 26.11.2020 hat die Staatsregierung beschlossen, nur noch in sogenannten Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz größer 200 Wechselunterricht (Hybridunterricht) verpflichtend anzuordnen. Hiervon haben wir uns im Landkreis zum Glück ein gutes Stück weit entfernt.

Das Landratsamt hat daher das Abstandsgebot an den weiterführenden Schulen zum 27.11. 24 Uhr aufgehoben.
Die Schulen können damit wieder in den regulären Präsenunterricht übergehen. Wie schnell dies schulorganisatorisch möglich ist muss jede Schule für sich entscheiden. Die strengen Maßnahmen an den Schulen haben dazu beigetragen, das Infektionsgeschehen im Landkreis stark zu reduzieren. Das Landratsamt Lindau appelliert deshalb an die Schulen, die Mindestabstände weiterhin einzuhalten, wenn dies schulorganisatorisch umgesetzt werden kann.

An allen Schulen in Bayern besteht nach den Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung weiterhin eine Maskenpflicht.
Die Maskenpflicht gilt auf dem gesamten Schulgelände inklusive der Unterrichtsräume für alle Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen ebenso wie für die Lehrkräfte. Allen Schulen wird für alle Jahrgangsstufen gestattet, dass Schülerinnen und Schüler die Masken in Pausen im Freien abnehmen dürfen, wenn die Schulen für die Pausen feste Gruppen bilden (möglichst nur eine Klasse, bei größeren Schulen auch mehrere Klassen zusammen, dann aber möglichst in getrennten Bereichen bzw. immer die gleichen Klassen) und die Schüler die Abstandsregeln vernünftig einhalten

Für eine Maskenbefreiung aus gesundheitlichen Gründen ist im Einzelfall ein medizinisch begründetes Attest notwendig. Fehlen Kinder ohne ein solches ärztliches Attest, so wird, wie bisher auch, ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Aus einer Krankheit ergibt sich außerdem kein Anspruch auf Distanzunterricht

Fake News: Derzeit kursieren Gerüchte, Kinder wären wegen einer Maske im Unterricht kollabiert und in Bayern habe das Tragen einer Maske sogar zu Todesfällen geführt. Keines der Gerüchte konnte bestätigt werden. Eine Umfrage während der Videokonferenz hat ergeben, dass es entgegen kursierender Gerüchte in keiner einzigen Schule im Landkreis einen Fall eines ohnmächtigen Schülers aufgrund des Tragens einer Maske gegeben hat. Auch Todesfälle hat es in Bayern laut Aussage des Bayerischen Innenministeriums nicht gegeben.

Eine Gefährdungsbeurteilung ist nur für FFP2-Masken aufwärts notwendig, wenn das Tragen verpflichtend ist, nicht jedoch für Mund-Nasen-Bedeckungen. Diese reduzieren laut Expertenmeinung das Risiko einer Ansteckung signifikant, verhindern diese jedoch nicht. Deshalb müssen bei einem Infektionsfall in einer Klasse auch alle Schülerinnen und Schüler der Klasse in Quarantäne. Es gibt die Möglichkeit, Klarsicht-Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen. Hier gibt es spezielle Modelle, die auch zugelassen sind. Informationen dazu gibt es über des Bayerische Gesundheitsministerium.

 

Einreise aus Risikogebieten 

Generelle Regelung der Bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung (EQV)

Die Einreise-Quarantäneverordnung in Bayern wurde zum 1. Dezember 2020 geändert und gilt aktuell bis zum 20. Dezember 2020. Grundsätzlich gilt, wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss

Zur Verkürzung der Quarantäne ist frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise ein Corona-Test möglich. Der Tag der Einreise wird nicht mitgezählt.

Nur ein negativer PCR-Test, der frühestens 5 Tage nach Einreise durchgeführt wird, hebt die Quarantäne auf. Das Testergebnis ist der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.

Die Verkürzung ist nur möglich, wenn keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust auftreten. Ist das aber der Fall, dann muss sich die betreffende Person unverzüglich beim Gesundheitsamt melden und sich über den Hausarzt testen lassen. Die Absonderung darf unterbrochen werden, wenn und solange es zur Durchführung eines Tests erforderlich ist.

Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne

Die EQV sieht unter anderem Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne vor. Die wichtigsten Ausnahmen sind hier veröffentlicht. Diese Ausnahmen gelten nur dann, wenn die einreisende Person keine der oben genannten Symptome aufweist.

Folgende Personengruppen müssen nicht in Quarantäne und benötigen keinen negativen COVID-19 Test:

  • Personen, die nur zur Durchreise in den Freistaat Bayern einreisen.
  • Personen, die sich im Rahmen des „Kleinen Grenzverkehrs“ mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen, wenn der Auslandsaufenthalt ausschließlich einem triftigen Reisegrund dient; triftige Reisegründe sind berufliche, dienstliche, geschäftliche, schulische, medizinische oder familiär bedingte Gründe sowie Besorgungen des täglichen Bedarfs, nicht aber sportliche oder touristische Zwecke.
  • Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.
  • Personen, die sich weniger als 72 Stunden in Deutschland aufhalten oder sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben und die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Verwandte ersten Grades sind die Eltern und Kinder.
  • Grenzpendler, die im Freistaat Bayern ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in einem Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren. Die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.
  • Grenzgänger, die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in den Freistaat Bayern begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren. Die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.

Folgende Personengruppen, sofern diese nicht bereits oben genannt sind, müssen nicht in Quarantäne, benötigen aber einen negativen COVID-19 Test. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise in das Bundesgebiet erfolgen oder muss bei der Einreise vorgenommen werden. Ein Antigen-Schnelltest wird für folgende Personen ebenfalls anerkannt. Das Ergebnis ist für 10 Tage nach der Einreise aufzubewahren und ist nur auf dem Verlangen dem Gesundheitsamt vorzuzeigen:

  • Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheits-, Pflege- und Betreuungswesens, insbesondere als Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal oder 24-Stunden-Betreuungskräfte unabdingbar ist, wobei die zwingende Notwendigkeit durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen ist.
  • Personen, die sich länger als 72 Stunden in Deutschland aufhalten oder sich länger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben und die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Verwandte ersten Grades sind die Eltern und Kinder.
  • Personen, die aufgrund des Besuchs von Verwandten zweiten Grades (Großeltern, Geschwister und Enkelkinder) einreisen.
  • Personen, die aufgrund von Beistand oder Pflege schutz- oder hilfebedürftiger Personen einreisen.
  • Personen, die sich einmalig für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst, wegen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, wobei die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen ist (kein regelmäßiger Aufenthalt).
  • Personen, die zur Vorbereitung, Teilnahme, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert werden oder von einem Bundessportfachverband zur Teilnahme an Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen eingeladen sind.

Die Liste der Ausnahmen ist nicht abschließend, weitere Informationen erhalten Sie unter 08382 270-248, coronavirus@landkreis-lindau.de oder über die Hotline der Staatsregierung unter der Nummer 089 122-220.

In begründeten Fällen kann die zuständige Behörde auf Antrag weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes erteilen. Zuständig ist das Landratsamt Lindau (Bodensee), wenn die Personen im Landkreis Lindau (Bodensee) ihren Wohnsitz haben oder wenn der Zielort der Einreise im Landkreis Lindau (Bodensee) liegt. Sollte der Zielort der Einreise in einem anderen Landkreis liegen, so ist die örtliche Behörde zuständig.

 

Berufsbedingter Aufenthalt im Risikogebiet

Zur Übersichtlichkeit ist die berufsbedingte Ein- oder Ausreise in folgender Tabelle zusammengefasst:

Sollte der Zielort der Einreise in einem anderen Landkreis liegen, so ist die örtliche Behörde zuständig.

Corona-Testmöglichkeit im Landkreis Lindau

Mit Symptomen:
Erkrankte Personen dürfen ausschließlich durch einen Arzt untersucht oder getestet werden. Die Testungen werden direkt über die Ärzte organisiert. Personen mit Symptomen sollen deshalb direkt telefonischen Kontakt mit dem Hausarzt oder dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117) aufnehmen. Hier finden Sie außerdem eine Liste mit Arztpraxen im Landkreis Lindau (Bodensee) in denen Testungen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 durchgeführt werden. Zudem können Sie dieser Liste den Dienstplan der COVID-Sprechstunde im Westallgäu entnehmen.

Ohne Symptome:
Personen ohne Symptome können sich neben Arztpraxen auch im Testzentrum (Umlade- und Wertstoffzentrum Lindau, Bösenreutiner Steig 33, 88131 Lindau (Bodensee)) testen lassen.
Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr und Sonntag von 10 Uhr bis 13 Uhr. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Weitere Informationen zum Corona-Testzentrum finden Sie hier

ÖPNV

Was gibt es im Öffentlichen Personennahverkehr derzeit zu beachten?
Hier finden Sie Informationen und wichtige Links.

Welcher Fahrplan gilt?
Für alle Verkehrsmittel gilt wieder der normale Fahrbetrieb. 

Welche Verstärkerbusse fahren aktuell?
Eine Übersicht gibt es hier.

Muss ich in Bus und Bahn eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen? Ja, im ÖPNV gilt generell die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Mehr Infos dazu gibt es hier.

bodo: Weitere Infos zur Einstiegsregelung, zur Bezahlung mit Handyticket & eCard oder zur Rückgabe von Zeitkarten gibt es hier.

Beratung und Hilfen für Familien, Schwangere und Opfern von Gewalt

Die Corona-Pandemie und die dadurch resultierenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind für alle eine große Herausforderung – insbesondere für Familien mit Kindern. Vielen Familien gelingt dies auch sehr gut und sie gehen vorbildlich damit um. Für all diejenigen, die im Umgang mit dieser außergewöhnlichen Situation Hilfe benötigen, bietet der Fachbereich Jugend und Familie am Landratsamt Lindau gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern im Landkreis Lindau verschiedene telefonische Beratungsdienste an. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Unterstützungsangebote für alle, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Unterstützung für Familien mit Kindern

Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen ist auch das Jugendamt des Landkreises Lindau dazu angehalten, persönliche Kontakte intern sowie extern auf ein Minimum zu reduzieren und andere Wege der Kommunikation zu wählen. „In vielen Bereichen lässt sich das gut umsetzen, und wir nehmen auch die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern diesbezüglich wahr. Im Bereich unseres Sozialdienstes stellt uns die aktuelle Situation vor besondere Herausforderungen, denn gerade hier ist die persönliche Beziehung zu den jungen Menschen und ihren Familien ein ganz wichtiger Aspekt der täglichen Arbeit. Deshalb ist es für uns ganz wesentlich, dass wir und besonders die für uns in den Familien eingesetzten Fachkräfte engen telefonischen Kontakt zu den Familien halten, Unterstützungen anbieten und so auch besonders frühzeitig auf mögliche kritische Entwicklungen aufmerksam werden“, berichtet Jürgen Kopfsguter, Fachbereichsleiter Jugend und Familie am Landratsamt Lindau.

In besonderen Ausnahmesituationen, vor allem im Bereich des Kinderschutzes, sind Entscheidungen und notwendige Maßnahmen nur durch persönliche Präsenz möglich und durchführbar. Diese Maßnahmen müssen gut abgewogen und dann unter Einhaltung der notwendigen Schutzvorkehrungen persönlich durchgeführt werden. Maßnahmen zum Kinderschutz und dringend benötige Leistungen sind also weiterhin gewährleistet.

Für Familien aus dem Landkreis Lindau hat das Jugendamt zudem gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern das telefonische Beratungsangebot erweitert. Diese Beratungsangebote umfassen unter anderem sämtliche Fragen rund um das familiäre Zusammenleben, in der derzeit erschwerten Alltagssituation für Eltern mit ihren Kindern wie zum Beispiel: Was kann ich tun, damit die Familie trotz der äußeren Bedingungen gut durch diese Zeit kommt? Was brauchen meine Kinder in dieser außergewöhnlichen Zeit? Wie unterstützen wir als getrennte Eltern unsere Kinder in dieser Zeit?

  • Zudem stehen auch die Fachkräfte der Elterngruppe für Familien mit Kindern jeden Alters telefonisch zur Verfügung. Von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie Samstag, Sonntag, Feiertag von 10 bis 12 Uhr ist Wolfgang Albrecht (Tel. 01520-3492190) erreichbar und täglich zwischen 10 und 14 Uhr Christina Scheytt (Tel. 0176-22870831).
  • Die Teams der Kinderschutzbunde Lindau und Lindenberg bietet allen Eltern mit Kindern telefonische Unterstützung bei Fragen wie beispielsweise der Alltag in der Krise nicht zur Krise wird und bietet auch Lösungsmöglichkeiten, wie Kinder diese Zeit in der Familie gut für sich nutzen könnt. Das Lindauer Team ist von Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr (Tel. 08382/3706) und das Lindenberger Team ist von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr (Tel. 0151-27165999) erreichbar.
  • Für alle, die zur Bewältigung dieser Krisensituation eine psychologische Unterstützung benötigen, stehen psychologische Beratungsstelle zur Verfügung: Die Ehe-, Familien-und Lebensberatung und die KJF Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung der Diözese Augsburg bieten für alle Menschen im Landkreis Lindau ein „Krisentelefon“ bei familiären und persönlichen Schwierigkeiten an. Von Montag bis Freitag ist das Sekretariat zur Vermittlung von Telefonterminen von 9 bis 12 Uhr unter folgenden Telefonnummern 08382 4190 bzw. 08382 5568 oder per E-Mail: efl-lindau@bistum-augsburg.de bzw. eb.lindau@kjf-kjh.de erreichbar. Auch ist es möglich auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht zu hinterlassen.

Unterstützung für Schwangere

Auch für Schwangere finden die allgemeinen Schwangerenberatungen und die Schwangerschaftskonfliktberatung weiterhin statt. Die allgemeine Schwangerenberatung wird momentan jedoch nur per E-Mail (burglind.tanz@landkreis-lindau.de) oder telefonisch (08382/ 270 163) durchgeführt. Die Schwangerschaftskonfliktberatung ist unter der Telefonnummer 08382/ 270 162 erreichbar.

Unterstützung für Opfer von Gewalt

Die aktuelle Situation bringt für alle Menschen Veränderungen und Ungewissheit mit sich. Beengte Wohnverhältnisse, Kurzarbeit, geschlossene Einrichtungen schüren nicht nur Sorgen und Ängsten, sie können auch zu einer Zunahme von Konflikten und sogar Gewalt führen. Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Lindau möchte alle Betroffenen und Bezugspersonen dazu ermutigen sich Unterstützung bei sexualisierter oder häuslicher Gewalt zu suchen und damit nicht alleine zu bleiben. Die Hilfseinrichtungen sind auch weiterhin telefonisch oder online erreichbar und unterstützen im Einzelfall:

  • Die Webseite „stärker als Gewalt“ (www.staerker-als-gewalt.de) bündelt bestehende Hilfsangebote für gewaltbetroffenen Frauen und Männer und zeigt praktische Maßnahmen und Wege zur Unterstützung und Hilfe auf.

  • Im Landkreis Lindau werden Unterbringungsmöglichkeiten in Schutzwohnungen angeboten. Hilfe für Frauen in Not e.V. unterstützt alle Frauen bei häuslicher Gewalt im unteren Landkreis (Tel. 0172- 885 14 83) und im oberen Landkreis (Tel. 0172-219 79 52).
  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (Tel. 08000 116 016) ist weiterhin rund um die Uhr und in 18 Sprachen für die Betroffenen erreichbar. Anrufende müssen auf Grund geringerer personeller Besetzung eventuell mit Wartezeiten rechnen.
  • Die AETAS Kinderstiftung bietet von Montag bis Freitag 10-14 Uhr eine zusätzliche Krisenberatung an (Tel. 089-997 40 90 20)
  • Auch das Trauma Hilfe Zentrum München e. V. stellt für Betroffene ein Krisentelefon (Tel. 089-41 32 79 523) zur Verfügung.

Krankheitssymptome, Verlauf, wichtige Hygienetipps, Abfallentsorgung und weitere Informationsquellen

Häufige Krankheitssymptome und den Verlauf finden Sie auf dieser Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

Wichtige Hygienetipps:

Auf YouTube gibt es zudem verschiedene Erklär-Videos zu den Themen:

korrekte Verwendung des Mund-Nasen-Schutzes
Anlage der persönlichen Schutzausrüstung
Entfernung der persönlichen Schutzausrüstung


Abfallentsorgung

Die Abfalltrennung ist in Zeiten der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Was es für private Haushalte bei der Entsorgung von Abfall zu beachten gilt, hat das Bayerische Landesamt für Umwelt auf seiner Webseite zusammengestellt.


Weitere Informationsquellen:


Das Coronavirus (SARS-CoV-2 / COVID19) bestimmt derzeit die Medien wie kaum ein anderes Thema. Eine große Menge an Informationen ist bundesweit verfügbar, wobei sich die Informationen nicht immer eindeutig zuordnen lassen. Darum ist es wichtig, verlässliche Informationsquellen zu kennen.

Robert-Koch-Institut
https://www.rki.de

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
https://www.lgl.bayern.de/

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Bundesministerium für Gesundheit
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Kassenärztliche Vereinigung in Bayern (KVB)
https://www.kvb.de

Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: 09131/6808-5101

Bundesweiten Rufnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienst: 116 117

Verhalten im Verdachtsfall - Kontakt ausschließlich über die 116117

Nicht jede Person mit Erkältungssymptomen muss getestet werden! Bitte helfen Sie mit, das das System nicht überlastet wird.

Ein Verdachtsfall liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vor, wenn betroffene Personen:

  • Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen und bis 14 Tage zuvor ein Kontakt mit einem bereits bestätigten Fall einer Coronaviruserkrankung bestand.
  • Das Gleiche gilt für Personen, die Erkrankungssymptome aufweisen und sich bis 14 Tage zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben. (Eine aktuelle Liste mit Risikogebieten finden Sie unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html)

Wenn Sie den Verdacht haben mit Coronaviren infiziert zu sein und Krankheitssymptome haben, rufen Sie bitte die bundesweite Rufnummer 116 117 (bundesweit ohne Vorwahl aus allen Netzen erreichbar) des Ärztlichen Bereitschaftsdiensts an. Bitte bleiben Sie bis zur weiteren Abklärung zu Hause und beschränken den Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum. Gehen Sie auf keinen Fall unangemeldet zu Ihrem Hausarzt und auf keinen Fall direkt in ein Krankenhaus.  

 

Hinweise für Quarantäne

Die angeordnete sowie die freiwillige Quarantäne dienen nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern auch der Verlangsamung des Infektionsgeschehens und der Sicherheit von Menschen, die besonders gefährdet sind. Deshalb der Hinweis des Landratsamtes: „Bitte halten Sie sich an die Auflagen. Personen unter Quarantäne sollen soziale Kontakte vermeiden. Bei Missachtung der angeordneten Quarantäne können Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängt werden, was wir aber nur ungern umsetzen möchten.“

Was bedeutet die Quarantäne:

  • Man bleibt zuhause und dort isoliert (möglichst eigenes Zimmer, separates WC falls vorhanden), keine Kontakte zu anderen, auch nicht zu anderen Personen, die unter Quarantäne sind.
  • Verstärkte Hygiene, keine gemeinsam genutzten Hygieneartikel, oftmaliges Lüften der Räume, Säubern der Räume mit handelsüblichen Reinigungsmitteln.
  • Keinen engen Kontakt.
  • Führen eines »Fiebertagebuchs«

Hier finden Sie den Flyer des Robert-Koch-Instituts mit Hinweisen zur Quarantäne.

Weitere Informationen des Robert-Koch-Instituts zur Quarantäne: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html

 

Informationen in verschiedenen Sprachen

Auf der Webseite der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung sind Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen aufgeführt:

https://integrationsbeauftragte.bayern.de/downloads/