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Verbringungsreglungen für Kälber ändern sich ab 01. April 2020 - Erleichterungen beim innerdeutschen Kälberverkauf

Nach intensiven Verhandlungen mit den anderen Bundesländern und in Abstimmung mit dem Friedrich-Löffler-Institut konnte das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz Erleichterungen für die Abgabe nicht geimpfter Kälber in blauzungenfreie Gebiete Deutschlands erreichen.

Ab sofort können nicht geimpfte Kälber unter drei Monaten unter folgenden Bedingungen innerhalb Deutschlands verbracht werden:

1)   Muttertier mit abgeschlossener BTV8-Grundimmunisierung mind. 28 Tage vor der Geburt

i.      Die Grundimmunisierung hat nach Angaben des Impfstoffherstellers zu erfolgen,

ii.    die Impfungen sind in der HIT-Datenbank einzutragen,

iii.   Wiederholungsimpfungen (Auffrischung) sind jeweils innerhalb eines Jahres erforderlich.

und

2)   Das Kalb/die Kälber sind mit der Biestmilch des eigenen Muttertieres unmittelbar nach der Geburt getränkt worden

i. Die Biestmilchgabe ist durch eine unterschriebene Tierhaltererklärung nachzuweisen.

Damit entfallen die bisher erforderlichen Blutproben!

Das Verbringen von Kälbern unter drei Monaten in die EU ist weiterhin nur im Rahmen bilateraler Abkommen mit den Niederlanden, Spanien und Italien und damit teilweise verbunden mit einer Blutuntersuchung möglich.

Für die Verbringung von Zucht- oder Nutzrinder aus Restriktionszonen in freie Gebiete innerhalb Deutschlands ergeben sich keine Änderungen. Diese können weiterhin unter folgenden Bedingungen verbracht werden:

Geimpfte Zucht- und Nutztiere, die eine Grundimmunisierung nach Angaben des Impfstoffherstellers erhalten haben mit Eintragung der Impfung in die HI-Tier-Datenbank. Wiederholungsimpfungen müssen jeweils innerhalb von einem Jahr durchgeführt werden. Dabei ist darauf zu achten, eine Wartezeit von mindestens 60 Tagen nach Abschluss der Grundimmunisierung vor dem Verbringen einzuhalten.

oder

Geimpfte Zucht- und Nutztiere, die eine Grundimmunisierung nach Angaben des Impfstoffherstellers erhalten haben mit Eintragung der Impfung in die HI-Tier-Datenbank. Dabei muss eine negative virologische Untersuchung der zu verbringenden Tiere nach 35 Tagen Wartezeit nach Abschluss der Grundimmunisierung durchgeführt werden

Für innerdeutsche Verbringungen innerhalb der Restriktionszone und für innerdeutsche Verbringungen von Schlachttieren ergeben sich ebenfalls keine Neuerungen.

Aktuelle Informationen zu Verbringungsregelungen finden Sie auch auf der Seite des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/blauzungenkrankheit/bt_verbringungsregelungen.htm