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12.04.2019

Blauzungenkrankheit: Neues Verfahren bei der Untersuchung zum Verbringen von Rindern aus der Sperrzone innerhalb Deutschlands ohne gültigen Impfschutz / Verfahren bis 30.06.2019

Lindau (Bodensee) - Ab sofort muss beim Verbringen von Rindern aus der Sperrzone innerhalb Deutschlands ohne gültigen Impfschutz eine Tierhaltererklärung mitgeführt und an das Veterinäramt gesendet werden, in der die Repellentbehandlung vermerkt ist. Gleiches gilt für das Untersuchungsergebnis. Die geänderte Allgemeinverfügung sowie die neue Tierhaltererklärung sind ab 15.04.2019 auf der Homepage des Landkreises Lindau (Bodensee) verfügbar. Bei Fragen zum neuen Verfahren können sich Landwirte an das Landratsamt Lindau, Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung wenden.

Bisher galt der HIT-Eintrag eines negativen BTV-Untersuchungsergebnisses durch das Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gleichzeitig als Nachweis einer durchgeführten Repellentbehandlung. Die Ergebnisse konnten in der HI-Tier-Datenbank eingesehen werden. Diese Kopplung bzw. der Eintrag in die Datenbank wird zum 15.04.2019 aufgehoben.

Hintergrund: Der Tierhalter kann die Untersuchungseinrichtung grundsätzlich frei wählen. Allerdings muss die untersuchende Einrichtung die Diagnoseverfahren anwenden, die das nationale Referenzlabor (FLI) vorgibt. Bei Vorliegen der notwendigen Voraussetzung (Zulassung nach Tierseuchenerreger-VO, Akkreditierung) können Handelsuntersuchungen auch in privaten Laboren durchgeführt werden. Dies ist möglich, da Untersuchungen für das Verbringen empfänglicher Tiere aus BTV-Restriktionszonen in freie Gebiete (Handelsuntersuchungen) nicht der Ermittlung einer anzeigepflichtigen Tierseuche dienen.