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14.01.2020

Ab dem kommenden Schuljahr stehen beide Realschulen in Lindau für Jungen und Mädchen offen

Lindau (Bodensee) – Historisch gewachsen gibt es in Lindau zwei Realschulen, die Schülerinnen und Schüler werden dort getrennt nach Geschlechtern unterrichtet. Dies wird sich zum neuen Schuljahr 2020 / 2021 ändern: Ab dann können die Kinder und ihre Eltern frei entscheiden, in welche der beiden Realschulen sie gehen möchten. Die gegenseitige Öffnung greift für Schülerinnen und Schüler, die dann neu in die Jahrgangsstufe 5 kommen. Landrat Elmar Stegmann freut sich über diese Entwicklung: „Das Angebot wird sich für die Schülerinnen und Schüler dadurch erweitern, da insgesamt eine größere Auswahl an Wahlfächern angeboten wird. Außerdem ist ein nach Geschlechtern getrennter Unterricht nicht mehr zeitgemäß.“

Der Landkreis ist Sachaufwandsträger der Realschule im Dreiländereck und damit zuständig für das Gebäude und die Ausstattung. Er investiert laufend in ein modernes Lehr- und Lernumfeld. Zuletzt wurden alle Lindauer Schulen in der Trägerschaft des Landkreises für 124.000 Euro an das Glasfasernetz angeschlossen. Außerdem haben im Rahmen des digitalen Klassenzimmers alle Landkreisschulen für insgesamt knapp 400.000 Euro eine moderne EDV-Ausstattung mit Notebooks, Beamern und Dokumentenkameras erhalten.

Für den Betrieb der Maria-Ward-Schule gewährt der Landkreis schon seit mehr als 40 Jahren einen jährlichen Zuschuss für nicht gedeckte, laufende Schulbetriebskosten.

Zur Historie:

Die Maria-Ward Realschule besteht in Lindau seit etwa 160 Jahren als private Einrichtung direkt auf der Lindauer Insel. Ursprünglich haben diese die Maria-Ward-Schwestern betrieben, später dann das Schulwerk der Diözese Augsburg.

Die staatliche Mittelschule für Knaben – die heutige Realschule im Dreiländereck – wurde im Schuljahr 1955 / 1956 vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus errichtet. Von der Insel zog die Knabenrealschule im Jahr 2008 aufs Festland in den Neubau in die Reutiner Straße um.