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13.09.2017

»Wenn Lesen, Schreiben, Rechnen nicht gelingen will - der Weg von Kita in Grundschule und in weiterführende Schule mit und trotz Teilleistungsstörungen« +++ Kostenloser Vortrag für Fachkräfte und interessierte Eltern

Lindau (Bodensee) – Kinder mit Teilleistungsstörungen optimal in bestehende Angebote zu integrieren, indem man sich der Möglichkeiten einer Förderung bewusst macht, aber auch der Grenzen – darum geht es bei einem Vortrag, der am 28. September um 19.30 Uhr im Valentin-Heider-Gymnasium, Ludwig-Kick-Straße 19 in Lindau stattfindet. Der Vortrag ist kostenlos und richtet sich an Fachkräfte von Kindertagesstätten und Schulen ebenso wie an Eltern. Referentin Dr. Petra Küspert ist bereits zum dritten Mal Gast im Landkreis. Organisiert wird der Abend vom Fachbereich Jugend und Familie am Landratsamt Lindau, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


In dem Vortrag werden Möglichkeiten der Früherkennung aufgezeigt, wenn Kinder bereits im Kindergarten Anzeichen einer sich entwickelnden Lese-Rechtschreibschwäche (LRS), Dyskalkulie oder einer Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (AD(H)S) zeigen. Es wird dargestellt, wie bereits die Fachkräfte in den Kitas präventiv darauf reagieren und damit einen wichtigen Beitrag zum Übertritt in die Grundschule leisten können. Lehrkräfte an den Grundschulen erhalten Tipps für die Förderung von Kindern, die in der ersten oder zweiten Klasse Schwierigkeiten mit dem Lesen, Schreiben und Rechnen haben. Wichtig ist hierbei auch eine frühzeitige, partnerschaftliche Kooperation mit den Eltern. Ziel ist, Kindern, die eine besondere Unterstützung brauchen, die langsamer und „anders“ lernen, den Übergang an die weiterführende Schule zu ermöglichen. Praxisbeispiele machen deutlich, was Kinder brauchen, um diesen Weg gestärkt zu durchlaufen und wie pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag allen Kindern gegenüber gleichermaßen gerecht werden können.

Über die Referentin Dr. Petra Küspert:
Dr. Petra Küspert ist Diplom-Psychologin, langjähriges Mitglied einer Forschergruppe und Lehrbeauftragte am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der Universität Würzburg. Seit Ende der achtziger Jahre wirkte sie an Forschungsprojekten zum Schulerfolg und zur Prävention von Lern- und Leistungsstörungen mit, entwickelte auch Test- und Fördermaterialien für den Vorschul- und Grundschulbereich. 1998 gründete sie das Würzburger Institut für Lernförderung - ein Institut für Diagnostik, Beratung und Therapie, insbesondere in den Bereichen Legasthenie, Dyskalkulie und Aufmerksamkeitsstörungen. Dr. Petra Küspert führt Fortbildungen für Lehrkräfte, Erzieherinnen und Kinderärzte durch und ist in Fachkreisen bekannt als Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen wie auch praktischer Ratgeber zum Thema Lern-Leistungsstörungen.