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Informationen zum Coronavirus

Das Landratsamt Lindau hat seit 27. Februar einen Corona-Krisenstab eingerichtet, der an sieben Tagen die Woche, oftmals bis spät in die Nacht hinein damit beschäftigt ist, die unterschiedlichen Anforderungen und Fragen zu koordinieren, Sachverhalte abzuwägen und Entscheidungen zu treffen, die Auswirkungen auf viele Menschen haben. 

Informationen zum aktuellen Infektionsgeschehen:

Eine Übersichtskarte zu Coronavirusinfektionen in Bayern sowie die aktuellen Zahlen des Landkreises Lindau finden Sie auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts.

Weiterführende Informationen rund um Corona-Testmöglichkeiten im Landkreis, Maskenpflicht, Bestimmungen im Grenzverkehr und vieles mehr haben wir hier zusammengestellt: 

Aktuelles Infektionsgeschehen im Landkreis (Stand 15.01.2021)

Einmal wöchentlich gibt das Landratsamt detaillierte Informationen zum Infektionsgeschehen. Die Informationen werden immer freitags aktualisiert.

7-Tage-Inzidenz (Stand 15. Januar 2021):
Die 7-Tage-Inzidenz ist seit vergangenem Freitag wieder gestiegen auf aktuell 126,9. Bei der letzten Veröffentlichung am Freitag, 08.01. lag der Wert bei 80,5. 

Infektionsgeschehen allgemein:
Die Anzahl der Neuinfektion ist in unserem Landkreis wieder gestiegen. Betroffen sind wieder mehr Alten- und Pflegeheime (Stand heute sind vier Heime betroffen), eine Schule sowie zwei Kliniken. Das Infektionsgeschehen ist wie bereits die Woche zuvor weniger diffus, das heißt, dass die Infektionsherde und Infektionswege besser nachvollzogen werden können.
8 erkrankte Menschen müssen aktuell stationär behandelt werden. 2 Menschen sind innerhalb der vergangenen Woche leider verstorben.

Teststation:
Seit Beginn des Testbetriebs am 28.08.2020 wurden in der Teststation an der Bösenreutiner Steig insgesamt 22.595 Testungen durchgeführt.

Impfungen im Landkreis Lindau:
Mit Stand heute sind 1.399 Menschen im Landkreis Lindau zum ersten Mal geimpft worden. Außerdem ist in dieser Woche eine Lieferung für die Zweitimpfung für die Menschen, die Ende Dezember geimpft wurden, eingetroffen.
Ab der 3. Kalenderwoche werden uns regelmäßig insgesamt 590 Impfdosen geliefert, die sowohl für Erst- als auch für Zweitimpfungen verwendet werden. In der 3. Kalenderwoche werden keine Erstimpfungen erfolgen können, da der gesamte Impfstoff für Zweitimpfungen eingesetzt werden muss. In der Kalenderwoche 4 können dann wieder 400 Menschen eine Erstimpfung erhalten.
Seit Montag, 11.01. können sich alle Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchten über das neue Internetportal der Bayerischen Impfzentren anmelden.  
Weitere Informationen zu den Impfungen, insbesondere wer in einem ersten Schritt geimpft werden kann, finden Sie hier. 

Versand / Verteilung von FFP2-Masken
In der kommenden Woche erhalten etwa 2.500 bedürftige Menschen im Landkreis Lindau kostenlos jeweils 5 FFP2-Masken. Die Staatsregierung hat mit Blick auf die nach wie vor hohen Inzidenzzahlen, aber auch aufgrund des Auftretens von Virusmutationen in dieser Woche entschieden, dass sowohl im öffentlichen Personennahverkehr als auch beim Einkaufen nur noch FFP2 zugelassen sind. Weitere Informationen gibt es dazu hier.
Auch pflegende Angehörige erhalten kostenlos FFP2-Masken. Der Freistaat hat angekündigt, dass diese ab Ende Januar Masken erhalten werden. Es ist vorgesehen, dass diese Masken über die Landkreise an die Städte, Märkte und Gemeinden weitergegeben werden und die pflegenden Angehörigen diese dort abholen können.
Als weitere Zielgruppe sollen auch Lehrerinnen und Lehrer entsprechende Masken erhalten.

Anzahl der Genesenen:
Immer wieder werden wir angefragt, wie hoch die Anzahl der Menschen ist, die wieder genesen sind. Während der akuten Erkrankung werden die Erkrankten von unseren Kollegen im Gesundheitsamt regelmäßig angerufen oder der Gesundheitszustand wird über eine Einrichtung / Klinik gemeldet. Wenn die akute Infektion ausgestanden ist, werden diese Personen nicht mehr über unser Gesundheitsamt betreut, sondern ggf. ausschließlich weiter durch den jeweiligen Hausarzt.
Uns ist daher nicht bekannt, ob ein Erkrankter tatsächlich genesen ist. Es wird immer wieder über Personen berichtet, die auch nach Monaten noch mit den Folgen ihrer Erkrankung zu kämpfen haben. Auch ist über mögliche Spätfolgen bislang noch zu wenig bekannt. 
Die Angabe einer Anzahl der Genesenen wäre daher nicht seriös. Eine Anzahl derer, die infiziert waren und jetzt nicht mehr infektiös sind, ist dagegen wenig aussagekräftig.
Die Anzahl der Genesenen muss durch uns auch nicht an das Landesamt für Gesundheit gemeldet werden. Da keine statistischen Daten vorliegen, handelt es sich bei Veröffentlichungen immer nur um Schätzungen.  

Bitte beachten Sie:
- Veröffentliche Zahlen stellen das Infektionsgeschehen immer zeitverzögert dar und lassen bei einer diffusen Lage nur schwer Rückschlüsse auf die aktuelle Infektionsgefahr in einer Gemeinde zu. Seien Sie deshalb bitte immer vorsichtig und halten Sie zu Ihrem und dem Schutz anderer die AHA-Regeln ein. 
- Infektionsgeschehen, die wir nicht eingrenzen können, d.h. bei denen wir nicht alle Kontaktpersonen ermitteln können, werden von uns öffentlich gemacht. Ansonsten beachten wir selbstverständlich den Datenschutz und benennen mit Ausnahme der Schulen keine Einrichtungen oder Personen namentlich.  
- Die Zahlen können aufgrund der unterschiedlichen Aktualisierungszeitpunkte von den veröffentlichen Zahlen des LGL oder RKI abweichen. 
- Ein allgemeiner Hinweis zur Validität der statistischen Angaben zum Landkreis: Der Landkreis Lindau (Bodensee) hat relativ wenige Einwohner und damit bei einzelnen Parametern auch relativ wenige Betroffene. Statistische Zahlen für den Landkreis haben daher insgesamt weniger Aussagekraft für einzelne Parameter als Gesamtzahlen der Landes- oder Bundesebene. Das LGL und das RKI veröffentlichen hierzu regelmäßig umfangreiche Datenpanels.

Verlängerung des Lockdowns: Diese Regelungen gelten aktuell

Welche Maßnahmen und Regeln bis voraussichtlich Sonntag, 31. Januar 2021 gelten, finden Sie hier. Grundlage ist die 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration hat auf seiner Internetseite übersichtlich häufige Fragen und Antworten zusammengestellt. 

Welche Betriebe, Ladengeschäfte, etc. dürfen geöffnet haben, betrieben werden bzw. welche Dienstleistungen dürfen ausgeübt werden? Fragen rund um Betriebe und Dienstleistungen während des harten Lockdowns beantwortet das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hier

Impfungen im Landkreis Lindau

Alle Informationen zu den Impfungen im Landkreis finden Sie hier

Einreise aus Risikogebieten 

BITTE BEACHTEN SIE, DASS DIE SEITE DERZEIT ÜBERARBEITET WIRD (STAND 16.01.2021). 

Am 22. Dezember 2020 hat der Freistaat Bayern eine Allgemeinverfügung Testnachweis für Einreisende (https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-774/) verkündet.

Gemäß dieser Allgemeinverfügung müssen alle Personen, die aus einem Risikogebiet nach Bayern einreisen ein negatives Testergebnis dem zuständigen Gesundheitsamt vorlegen. Ausgenommen hiervon sind Durchreisende durch den Freistaat Bayern, der Personen-, Waren- und Güterverkehr und berufliche Grenzgänger und Grenzpendler. Das Ergebnis muss unverzüglich, spätestens innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise der zuständigen Behörde zugesendet werden. Zuständig ist die Kreisverwaltungsbehörde in dem die Einreisenden ihren Wohnsitz haben oder in dem sie ihren sonstigen Aufenthaltsort haben. Sollte das Landratsamt Lindau (Bodensee) zuständig sein, so sind die Testergebnisse am besten per E-Mail an eqv@landkreis-lindau.de zu senden.

Der Test sollte bereits nach Möglichkeit im Ausland vorgenommen werden, allerdings höchstens 48 Stunden nach der Einreise nach Bayern. Ergänzend kann die Testung der Reiserückkehrer in den lokalen Testzentren sowie bei den niedergelassenen Ärzten im Rahmen des Bayerischen Testangebots durchgeführt werden. Das Bayerische Testzentrum auf dem Gelände des Umlade- und Wertstoffzentrums Lindau, Bösenreutiner Steig 33, 88131 Lindau hat von Montag bis Freitag jweils von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr sowie Sonntags von 10 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zum Testzentrum finden Sie hier.

Generelle Regelung der Bayerischen Einreise-Quarantäneverordnung (EQV)

Die Einreise-Quarantäneverordnung in Bayern gilt aktuell bis zum 2. Februar 2021. Grundsätzlich gilt, wer sich in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss

Zur Verkürzung der Quarantäne ist frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise ein Corona-Test möglich. Der Tag der Einreise wird nicht mitgezählt.

Nur ein negativer PCR-Test, der frühestens 5 Tage nach Einreise durchgeführt wird, hebt die Quarantäne auf. Das Testergebnis ist der zuständigen Behörde auf Verlangen vorzulegen.

Die Verkürzung ist nur möglich, wenn keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksverlust auftreten. Ist das aber der Fall, dann muss sich die betreffende Person unverzüglich beim Gesundheitsamt melden und sich über den Hausarzt testen lassen. Die Absonderung darf unterbrochen werden, wenn und solange es zur Durchführung eines Tests erforderlich ist.

Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne

Die EQV sieht unter anderem Ausnahmen von der häuslichen Quarantäne vor. Die wichtigsten Ausnahmen sind hier veröffentlicht. Diese Ausnahmen gelten nur dann, wenn die einreisende Person keine der oben genannten Symptome aufweist.

Folgende Personengruppen müssen nicht in Quarantäne und benötigen keinen negativen COVID-19 Test:

  • Personen, die nur zur Durchreise in den Freistaat Bayern einreisen.
  • Personen, die beruflich bedingt grenzüberschreitend Personen, Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren.
  • Grenzpendler, die im Freistaat Bayern ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder Ausbildung an ihre Berufsausübungs-, Studien- oder Ausbildungsstätte in einem Risikogebiet begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren. Die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.
  • Grenzgänger, die in einem Risikogebiet ihren Wohnsitz haben und die sich zwingend notwendig zum Zweck ihrer Berufsausübung, ihres Studiums oder ihrer Ausbildung in den Freistaat Bayern begeben und regelmäßig, mindestens einmal wöchentlich, an ihren Wohnsitz zurückkehren. Die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen.

Folgende Personengruppen müssen nicht in Quarantäne, benötigen aber einen negativen COVID-19 Test (Durch die Allgemeinverfügung des Freistaates Bayern besteht die Pflicht auf Vorlage eines negativen Testergebnisses):

  • Personen, die sich weniger als 72 Stundenin Deutschland aufhalten oder sich weniger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben und die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten oder zweiten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Verwandte ersten Grades sind die Eltern und Kinder. Verwandte zweiten Grades sind Großeltern, Geschwister und Enkelkinder. 

Folgende Personengruppen, sofern diese nicht bereits oben genannt sind, müssen nicht in Quarantäne, benötigen aber einen negativen COVID-19 Test. Die Testung darf höchstens 48 Stunden vor der Einreise in das Bundesgebiet erfolgen oder muss bei der Einreise vorgenommen werden. Ein Antigen-Schnelltest wird für folgende Personen ebenfalls anerkannt. Das Ergebnis ist für 10 Tage nach der Einreise aufzubewahren und ist nur auf dem Verlangen dem Gesundheitsamt vorzuzeigen:

  • Personen, deren Tätigkeit für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheits-, Pflege- und Betreuungswesens, insbesondere als Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal oder 24-Stunden-Betreuungskräfte unabdingbar ist, wobei die zwingende Notwendigkeit durch den Dienstherrn, Arbeitgeber oder Auftraggeber zu bescheinigen ist.
  • Personen, die sich länger als 72 Stunden in Deutschland aufhalten oder sich länger als 72 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben und die einreisen aufgrund des Besuchs von Verwandten ersten oder zweiten Grades, des nicht dem gleichen Hausstand angehörigen Ehegatten oder Lebensgefährten oder eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Verwandte ersten Grades sind die Eltern und Kinder. Verwandte zweiten Grades sind Großeltern, Geschwister und Enkelkinder. 
  • Personen, die aufgrund von Beistand oder Pflege schutz- oder hilfebedürftiger Personen einreisen.
  • Personen, die sich einmalig für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst, wegen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, wobei die zwingende Notwendigkeit ist durch den Arbeitgeber, Auftraggeber oder die Bildungseinrichtung zu bescheinigen ist (kein regelmäßiger Aufenthalt).
  • Personen, die zur Vorbereitung, Teilnahme, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert werden oder von einem Bundessportfachverband zur Teilnahme an Trainings- und Lehrgangsmaßnahmen eingeladen sind.

Die Liste der Ausnahmen ist nicht abschließend, weitere Informationen erhalten Sie unter 08382 270-248, coronavirus@landkreis-lindau.de oder über die Hotline der Staatsregierung unter der Nummer 089 122-220.

In begründeten Fällen kann die zuständige Behörde auf Antrag weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes erteilen. Zuständig ist das Landratsamt Lindau (Bodensee), wenn die Personen im Landkreis Lindau (Bodensee) ihren Wohnsitz haben oder wenn der Zielort der Einreise im Landkreis Lindau (Bodensee) liegt. Sollte der Zielort der Einreise in einem anderen Landkreis liegen, so ist die örtliche Behörde zuständig.

Berufsbedingter Aufenthalt im Risikogebiet

Zur Übersichtlichkeit ist die berufsbedingte Ein- oder Ausreise in folgender Tabelle zusammengefasst:

Sollte der Zielort der Einreise in einem anderen Landkreis liegen, so ist die örtliche Behörde zuständig.

ÖPNV

Was gibt es im Öffentlichen Personennahverkehr derzeit zu beachten?
Hier finden Sie Informationen und wichtige Links.

Welcher Fahrplan gilt?
Der bundesweite verlängerte Lockdown ist auch mit Änderungen im bodo-Verkehrsangebot verbunden. Das Fahrplanangebot wird ab Montag, den 11. Januar bis auf Weiteres weiterhin nach dem FERIENFAHRPLAN verkehren.

Zusätzliche Einkürzungen des Abendverkehrs sind nicht vorgesehen, der Abendverkehr wird für Berufstätige aufrechterhalten.

Für Schüler, die für eine Notbetreuung in die Schulen fahren, werden freigestellte Schülerverkehre eingerichtet. Die Verstärkerfahrten im Schülerverkehr sind derzeit noch eingestellt.

Muss ich in Bus und Bahn eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen? Ja, im ÖPNV gilt generell die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Mehr Infos dazu gibt es hier.

bodo: Weitere Infos zur Einstiegsregelung, zur Bezahlung mit Handyticket & eCard oder zur Rückgabe von Zeitkarten gibt es hier.

Beratung und Hilfen für Familien, Schwangere und Opfern von Gewalt

Die Corona-Pandemie und die dadurch resultierenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sind für alle eine große Herausforderung – insbesondere für Familien mit Kindern. Vielen Familien gelingt dies auch sehr gut und sie gehen vorbildlich damit um. Für all diejenigen, die im Umgang mit dieser außergewöhnlichen Situation Hilfe benötigen, bietet der Fachbereich Jugend und Familie am Landratsamt Lindau gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern im Landkreis Lindau verschiedene telefonische Beratungsdienste an. Darüber hinaus gibt es auch unterschiedliche Unterstützungsangebote für alle, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Unterstützung für Familien mit Kindern

Aufgrund der aktuellen Ausgangsbeschränkungen ist auch das Jugendamt des Landkreises Lindau dazu angehalten, persönliche Kontakte intern sowie extern auf ein Minimum zu reduzieren und andere Wege der Kommunikation zu wählen. „In vielen Bereichen lässt sich das gut umsetzen, und wir nehmen auch die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern diesbezüglich wahr. Im Bereich unseres Sozialdienstes stellt uns die aktuelle Situation vor besondere Herausforderungen, denn gerade hier ist die persönliche Beziehung zu den jungen Menschen und ihren Familien ein ganz wichtiger Aspekt der täglichen Arbeit. Deshalb ist es für uns ganz wesentlich, dass wir und besonders die für uns in den Familien eingesetzten Fachkräfte engen telefonischen Kontakt zu den Familien halten, Unterstützungen anbieten und so auch besonders frühzeitig auf mögliche kritische Entwicklungen aufmerksam werden“, berichtet Jürgen Kopfsguter, Fachbereichsleiter Jugend und Familie am Landratsamt Lindau.

In besonderen Ausnahmesituationen, vor allem im Bereich des Kinderschutzes, sind Entscheidungen und notwendige Maßnahmen nur durch persönliche Präsenz möglich und durchführbar. Diese Maßnahmen müssen gut abgewogen und dann unter Einhaltung der notwendigen Schutzvorkehrungen persönlich durchgeführt werden. Maßnahmen zum Kinderschutz und dringend benötige Leistungen sind also weiterhin gewährleistet.

Für Familien aus dem Landkreis Lindau hat das Jugendamt zudem gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern das telefonische Beratungsangebot erweitert. Diese Beratungsangebote umfassen unter anderem sämtliche Fragen rund um das familiäre Zusammenleben, in der derzeit erschwerten Alltagssituation für Eltern mit ihren Kindern wie zum Beispiel: Was kann ich tun, damit die Familie trotz der äußeren Bedingungen gut durch diese Zeit kommt? Was brauchen meine Kinder in dieser außergewöhnlichen Zeit? Wie unterstützen wir als getrennte Eltern unsere Kinder in dieser Zeit?

  • Zudem stehen auch die Fachkräfte der Elterngruppe für Familien mit Kindern jeden Alters telefonisch zur Verfügung. Von Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie Samstag, Sonntag, Feiertag von 10 bis 12 Uhr ist Wolfgang Albrecht (Tel. 01520-3492190) erreichbar und täglich zwischen 10 und 14 Uhr Christina Scheytt (Tel. 0176-22870831).
  • Die Teams der Kinderschutzbunde Lindau und Lindenberg bietet allen Eltern mit Kindern telefonische Unterstützung bei Fragen wie beispielsweise der Alltag in der Krise nicht zur Krise wird und bietet auch Lösungsmöglichkeiten, wie Kinder diese Zeit in der Familie gut für sich nutzen könnt. Das Lindauer Team ist von Montag bis Freitag von 8:30 bis 12 Uhr (Tel. 08382/3706) und das Lindenberger Team ist von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr (Tel. 0151-27165999) erreichbar.
  • Für alle, die zur Bewältigung dieser Krisensituation eine psychologische Unterstützung benötigen, stehen psychologische Beratungsstelle zur Verfügung: Die Ehe-, Familien-und Lebensberatung und die KJF Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung der Diözese Augsburg bieten für alle Menschen im Landkreis Lindau ein „Krisentelefon“ bei familiären und persönlichen Schwierigkeiten an. Von Montag bis Freitag ist das Sekretariat zur Vermittlung von Telefonterminen von 9 bis 12 Uhr unter folgenden Telefonnummern 08382 4190 bzw. 08382 5568 oder per E-Mail: efl-lindau@bistum-augsburg.de bzw. eb.lindau@kjf-kjh.de erreichbar. Auch ist es möglich auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht zu hinterlassen.

Unterstützung für Schwangere

Auch für Schwangere finden die allgemeinen Schwangerenberatungen und die Schwangerschaftskonfliktberatung weiterhin statt. Die allgemeine Schwangerenberatung wird momentan jedoch nur per E-Mail (burglind.tanz@landkreis-lindau.de) oder telefonisch (08382/ 270 163) durchgeführt. Die Schwangerschaftskonfliktberatung ist unter der Telefonnummer 08382/ 270 162 erreichbar.

Unterstützung für Opfer von Gewalt

Die aktuelle Situation bringt für alle Menschen Veränderungen und Ungewissheit mit sich. Beengte Wohnverhältnisse, Kurzarbeit, geschlossene Einrichtungen schüren nicht nur Sorgen und Ängsten, sie können auch zu einer Zunahme von Konflikten und sogar Gewalt führen. Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Lindau möchte alle Betroffenen und Bezugspersonen dazu ermutigen sich Unterstützung bei sexualisierter oder häuslicher Gewalt zu suchen und damit nicht alleine zu bleiben. Die Hilfseinrichtungen sind auch weiterhin telefonisch oder online erreichbar und unterstützen im Einzelfall:

  • Die Webseite „stärker als Gewalt“ (www.staerker-als-gewalt.de) bündelt bestehende Hilfsangebote für gewaltbetroffenen Frauen und Männer und zeigt praktische Maßnahmen und Wege zur Unterstützung und Hilfe auf.

  • Im Landkreis Lindau werden Unterbringungsmöglichkeiten in Schutzwohnungen angeboten. Hilfe für Frauen in Not e.V. unterstützt alle Frauen bei häuslicher Gewalt im unteren Landkreis (Tel. 0172- 885 14 83) und im oberen Landkreis (Tel. 0172-219 79 52).
  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ (Tel. 08000 116 016) ist weiterhin rund um die Uhr und in 18 Sprachen für die Betroffenen erreichbar. Anrufende müssen auf Grund geringerer personeller Besetzung eventuell mit Wartezeiten rechnen.
  • Die AETAS Kinderstiftung bietet von Montag bis Freitag 10-14 Uhr eine zusätzliche Krisenberatung an (Tel. 089-997 40 90 20)
  • Auch das Trauma Hilfe Zentrum München e. V. stellt für Betroffene ein Krisentelefon (Tel. 089-41 32 79 523) zur Verfügung.

Krankheitssymptome, Verlauf, wichtige Hygienetipps, Abfallentsorgung und weitere Informationsquellen

Häufige Krankheitssymptome und den Verlauf finden Sie auf dieser Internetseite des Robert-Koch-Instituts.

Wichtige Hygienetipps:

Auf YouTube gibt es zudem verschiedene Erklär-Videos zu den Themen:

korrekte Verwendung des Mund-Nasen-Schutzes
Anlage der persönlichen Schutzausrüstung
Entfernung der persönlichen Schutzausrüstung


Abfallentsorgung

Die Abfalltrennung ist in Zeiten der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Was es für private Haushalte bei der Entsorgung von Abfall zu beachten gilt, hat das Bayerische Landesamt für Umwelt auf seiner Webseite zusammengestellt.


Weitere Informationsquellen:


Das Coronavirus (SARS-CoV-2 / COVID19) bestimmt derzeit die Medien wie kaum ein anderes Thema. Eine große Menge an Informationen ist bundesweit verfügbar, wobei sich die Informationen nicht immer eindeutig zuordnen lassen. Darum ist es wichtig, verlässliche Informationsquellen zu kennen.

Robert-Koch-Institut
https://www.rki.de

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit
https://www.lgl.bayern.de/

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
https://www.stmgp.bayern.de/vorsorge/infektionsschutz/infektionsmonitor-bayern/

Bundesministerium für Gesundheit
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Kassenärztliche Vereinigung in Bayern (KVB)
https://www.kvb.de

Hotline des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: 09131/6808-5101

Bundesweiten Rufnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienst: 116 117

Verhalten im Verdachtsfall - Kontakt ausschließlich über die 116117

Nicht jede Person mit Erkältungssymptomen muss getestet werden! Bitte helfen Sie mit, das das System nicht überlastet wird.

Ein Verdachtsfall liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vor, wenn betroffene Personen:

  • Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen und bis 14 Tage zuvor ein Kontakt mit einem bereits bestätigten Fall einer Coronaviruserkrankung bestand.
  • Das Gleiche gilt für Personen, die Erkrankungssymptome aufweisen und sich bis 14 Tage zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten haben. (Eine aktuelle Liste mit Risikogebieten finden Sie unter: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html)

Wenn Sie den Verdacht haben mit Coronaviren infiziert zu sein und Krankheitssymptome haben, rufen Sie bitte die bundesweite Rufnummer 116 117 (bundesweit ohne Vorwahl aus allen Netzen erreichbar) des Ärztlichen Bereitschaftsdiensts an. Bitte bleiben Sie bis zur weiteren Abklärung zu Hause und beschränken den Kontakt zu anderen Personen auf ein Minimum. Gehen Sie auf keinen Fall unangemeldet zu Ihrem Hausarzt und auf keinen Fall direkt in ein Krankenhaus.  

 

Hinweise für Quarantäne

Die angeordnete sowie die freiwillige Quarantäne dienen nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern auch der Verlangsamung des Infektionsgeschehens und der Sicherheit von Menschen, die besonders gefährdet sind. Deshalb der Hinweis des Landratsamtes: „Bitte halten Sie sich an die Auflagen. Personen unter Quarantäne sollen soziale Kontakte vermeiden. Bei Missachtung der angeordneten Quarantäne können Bußgelder bis zu 25.000 Euro verhängt werden, was wir aber nur ungern umsetzen möchten.“

Was bedeutet die Quarantäne:

  • Man bleibt zuhause und dort isoliert (möglichst eigenes Zimmer, separates WC falls vorhanden), keine Kontakte zu anderen, auch nicht zu anderen Personen, die unter Quarantäne sind.
  • Verstärkte Hygiene, keine gemeinsam genutzten Hygieneartikel, oftmaliges Lüften der Räume, Säubern der Räume mit handelsüblichen Reinigungsmitteln.
  • Keinen engen Kontakt.
  • Führen eines »Fiebertagebuchs«

Hier finden Sie den Flyer des Robert-Koch-Instituts mit Hinweisen zur Quarantäne.

Weitere Informationen des Robert-Koch-Instituts zur Quarantäne: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html

 

Informationen in verschiedenen Sprachen

Auf der Webseite der Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung sind Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen aufgeführt:

https://integrationsbeauftragte.bayern.de/downloads/