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Wöchentliche Übersicht: Infektionen, Impfungen etc. 

Jeden Freitag gibt das Landratsamt Lindau (Bodensee) detaillierte Informationen zum aktuellen Stand der Impfungen, zum Infektionsgeschehen und zu den Testungen.

7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner
Stand 21.01.2022: 1.061,1 (Stand 14.01.2022: 748,0)

Seit Mittwoch, 24. November 2021 gilt in Bayern die 15. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Eine gute Übersicht zu den aktuell geltenden Regelungen sind auf der Webseite des Bürgerbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung unter folgendem Link zu finden: https://www.buergerbeauftragter.bayern/corona-aktuell/.  
Auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen hinsichtlich der aktuell geltenden Maßnahmen. 

Allgemeine Informationen zum Infektionsgeschehen im Landkreis Lindau 

7-Tage-Inzidenz überschreitet erstmals 1.000er-Marke
Auch in dieser Woche ist die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis wieder stark angestiegen und liegt aktuell bei 1.061,1. Die Überschreitung der 1.000-Marke hat jedoch keine gesonderten Auswirkungen, da der Freistaat Bayern die Hotspot-Regelung (7-Tage-Inzidenz über 1.000) ausgesetzt hat: (https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2022-36/). Die Staatsregierung hat die Entscheidung wohl auf kommende Woche vertagt.  

Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor diffus und so dynamisch wie noch nie zuvor. Es wird beherrscht von der hochansteckenden Omikron-Variante. Eine gesonderte Sequenzierung und somit Bestimmung der Variante erfolgt in den Laboren jedoch nicht mehr, da Omikron nun in Deutschland die vorherrschende Variante ist.

Aktuell stecken sich eher jüngere Menschen unter 50 Jahren mit dem Virus an. Betroffen sind Schulklassen und Kindertageseinrichtungen, aber es gibt auch auffallend viele Erstinfektionen, bei denen eine Ansteckung nicht nachvollzogen werden kann. In dieser Woche ist niemand an der Erkrankung verstorben. Aktuell müssen sechs Personen wegen einer COVID-19-Erkrankung stationär behandelt werden, davon eine intensivmedizinisch. Nach wie vor können wir aufgrund des Software-Problems des Programms SORMAS, das bundesweit zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt wird, die Anzahl der Impfdurchbrüche statistisch leider nicht abrufen. Allerdings handelt es sich auch in dieser Woche bei den Impfdurchbrüchen um asymptomatische oder schwache bis mittlere Verläufe. Die Impfung ist der wichtigste Schutz vor einem schweren Infektionsverlauf. Alle Informationen zu den Impfungen und zu Sonder-Impfterminen ohne Anmeldung finden Sie hier

Eingeschränkte Kontaktnachverfolgung
Eine umfangreiche Kontaktnachverfolgung ist aktuell vorerst nicht möglich. Bereits im November hatte die Bayerische Staatsregierung eine eingeschränkte Kontaktnachverfolgung (nur noch Familienangehörige sowie Personen mit Kontakt zu vulnerablen Menschen) beschlossen, im Landkreis Lindau hatten wir trotzdem weiter an der umfangreichen Kontaktnachverfolgung festgehalten. Aufgrund der hohen Fallzahlen müssen auch wir uns seit letzter Woche auf die eingeschränkte Kontaktnachverfolgung konzentrieren. Außerdem können die betroffenen Menschen seit dieser Woche nicht mehr alle telefonisch kontaktiert werden, sondern werden in erster Linie schriftlich informiert.

Situation an den Schulen und Kindertagesstätten
Die eingeschränkte Kontaktpersonennachverfolgung gilt auch für die Schulen. Trotzdem werden Infektionsfälle an Schulen priorisiert bearbeitet, damit infizierte Kinder möglichst schnell in Quarantäne sind. Außerdem wird an den Schulen engmaschig getestet, so dass Infektionen möglichst schnell entdeckt werden.
Die Bayerische Staatsregierung hat in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass es zu keinen flächendeckenden Schließungen von Schulen kommen wird.
Eine umfangreiche Kontaktpersonennachverfolgung an den Schulen bedeutet, dass bei einem betroffenen Kind in der Klasse, direkte Sitznachbarn identifiziert, der Impfstatus erfragt, weitere engere Kontakte ermittelt, die Lüftungssituation geprüft werden müssen etc. Die betroffenen Kinder wären dann in Quarantäne und könnten sich nach 5 Tagen frei testen. Kommt dann in den nächsten Tagen ein weiterer Fall hinzu, müsste die gesamte Klasse – ausgenommen der geimpften oder genesenen Kinder (Impfung liegt weniger als drei Monate zurück bzw. Jugendlicher ist bereits geboostert) – für fünf Tage in Quarantäne. Hier wären dann die Quarantänefälle vom ersten Indexfall ausgenommen, da diese ja schon früher in Quarantäne waren und bei einem dann negativen Ergebnis auch früher wieder entlassen werden. Bei dem aktuellen Infektionsgeschehen hätte dies zur Folge, dass an den Schulen kaum mehr Unterricht möglich wäre, da ständig Teile der Klassen in Quarantäne wären.
Außerdem braucht ein erfahrener Kontaktermittler für einen Fall in einer Schulklasse mehrere Stunden, bis alle Informationen sicher verarbeitet sind, selbst bei optimaler Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule/KiTa. Daher ist die umfangreiche Kontaktnachverfolgung an den Schulen vorerst nicht mehr leistbar, das heißt auch hier werden vorerst nur noch die infizierten Kinder und deren Familienangehörige kontaktiert.

So erfolgen aktuell die Testungen an den Schulen und Kindertagesstätten:

  1. Grund- und Förderschulen: In Grundschulen werden Pooltests in den Klassen gemacht. Bei dem Pooltest handelt es sich um einen PCR-Test. Gleichzeitig müssen die Kinder aber noch eine Einzelprobe abgeben. Sollte der Pooltest positiv ausfallen werden Schule und Eltern informiert. Wir erhalten darüber keine automatisierte Information, sondern werden über die Schulen informiert. Ist der Pool positiv, öffnet das Labor die Einzeltest der Klasse und untersucht die Einzelproben der Kinder. Sollte hier ein positiver Befund auftreten, erhalten wir diese Information über das Labor als positiven Befund.
    Sollte in einer Schulklasse ein Infektionsfall auftreten, müssen die Kinder sich täglich in der Klasse schnelltesten: Das ist in §12 Abs. 2 Satz 4 15. BayIfSMV (Stand 17.01.2022) geregelt.
    Zusätzlich geben wir für jede betroffene Klasse eine TAN für einen PCR-Test heraus, damit die Eltern ihre Kinder testen lassen können. 
  2. Schulklassen ab Jahrgangsstufe 5: Diese müssen pro Woche drei Schnelltest machen. Tritt ein positiver Fall in einer Klasse auf, geben wir für die Klasse eine TAN für einen PCR-Test heraus.
  3. Sofern positive Fälle in Kita-Gruppen auftreten geben wir den Eltern eine TAN für PCR-Tests, damit diese ihre Kinder zusätzlich zu den anderen Testmöglichkeiten (Kita – Kinder müssen 3x/Woche in der Einrichtung oder über die Eltern schnellgetestet werden) testen lassen können.

Betroffen sind mit Stand heute 8 Schulen und 2 Kindertagesstätten im Landkreis. 


Stand der Impfungen 

Aktuell gibt es vor Ort ausreichend Impfstoff von Moderna und BioNTech / Pfizer und auch genügend freie Impftermine in den beiden Impfzentren in Lindau und in Lindenberg. „Auch wenn sich momentan viele Menschen trotz Impfung mit der Omikron-Variante infizieren, so gilt die Impfung als der wichtigste Schutz vor einem schweren Infektionsverlauf. Sie leistet laut Experten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag, um irgendwann von einer pandemischen in eine endemische Lage zu kommen“, so Landrat Elmar Stegmann. „Deshalb meine Bitte an unsere Bürgerinnen und Bürger: Nutzen Sie das Impfangebot für Kinder und Erwachsene – gerne das Angebot Ihres Haus- oder Kinderarztes oder das der beiden Impfzentren.“ 

So läuft die Terminvereinbarung in den Impfzentren in Lindau und Lindenberg:

  • Für eine Impfung von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren können Eltern ausschließlich über die Impf-Hotline 0800 9118219 einen Termin vereinbaren, freie Termine sind ausreichend vorhanden.
  • Für Kinder ab 12 Jahre und für Erwachsene gibt es auch in der kommenden Woche wieder viele Sonder-Impfaktionen ohne Anmeldung:
WoWannUhrzeitImpfstoff nach Verfügbarkeit
     
Impfzentrum Lindau Samstag, 22.01.2022 13 bis 18 Uhr BioNTech / Pfizer und Moderna
Impfzentrum Lindau Montag, 24.01.2022 14 bis 18 Uhr

BioNTech / Pfizer und Moderna

Impfzentrum Lindau Freitag, 28.01.2022 14 bis 18 Uhr

BioNTech / Pfizer und Moderna

Impfzentrum Lindau Samstag, 29.01.2022 14 bis 18 Uhr

BioNTech / Pfizer und Moderna

Impfzentrum Lindenberg Samstag, 22.01.2022 13 bis 18 Uhr BioNTech / Pfizer und Moderna
Impfzentrum Lindenberg Dienstag, 25.01.2022 14 bis 18 Uhr

BioNTech / Pfizer und Moderna

Impfzentrum Lindenberg Donnerstag, 27.01.2022 14 bis 18 Uhr

BioNTech / Pfizer und Moderna

Impfzentrum Lindenberg Samstag, 29.01.2022 14 bis 18 Uhr

BioNTech / Pfizer und Moderna

Alle Informationen zur Booster-Impfung finden Sie auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums und auf der Internetseite desRobert-Koch-Instituts


Aktueller Stand der Testungen und Testmöglichkeiten 

Aktuelles zu den PCR-Testungen im Testzentrum
Am vergangenen Montag wurden über 400 PCR-Testungen im Testzentrum an der Bösenreutiner Steig durchgeführt - im Mai vergangenen Jahres wurden zuletzt über 400 Testungen an einem Tag erreicht. Es kam deshalb zu Wartezeiten von etwa zwei Stunden. In den letzten 3 Tagen lag die Anzahl der Testungen bei 246 am Dienstag, 164  am Mittwoch und 207 am Donnerstag.
Nach längerer Wartezeit weggeschickt zu werden, da kein Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test besteht, ist ärgerlich. Deshalb haben wir hier eine Auflistung zusammengestellt, wer im Testzentrum einen kostenlosen PCR-Test machen kann.

Das Labor AllgäuLab, das die PCR-Tests, die im Testzentrum abgenommen werden, auswertet, hat aufgrund der aktuellen Situation und dem hohen Anteil an positiven PCR-Tests mitgeteilt, dass aktuell nicht garantiert werden kann, wann das Testergebnis vorliegt. Das bedeutet vor allem für Flugreisende, die sich freiwillig testen lassen, dies besser direkt am Flughafen durchführen zu lassen, um unnötige Wartezeiten und gegebenenfalls doppelte Testungen und Kosten zu vermeiden.
Die Priorität der PCR-Analytik liegt laut dem Labor eindeutig - wie auch vom Bundesgesundheitsminister klar formuliert - bei symptomatischen Patienten und deren Kontaktpersonen, Ausbruchsgeschehen sowie der PCR-Analytik bei positiven Antigen-Schnelltests.

Testungen im staatlichen Testzentrum an der Bösenreutiner Steig:
Seit Beginn des Testbetriebs am 28.08.2020 wurden im staatlichen Testzentrum an der Bösenreutiner Steig insgesamt 93.601 PCR-Testungen durchgeführt. 

Weitere Testmöglichkeiten:
Eine aktuelle Übersicht zu den Testmöglichkeiten finden Sie hier:
- kostenlose Antigen-Schnelltests 
- kostenpflichtige PCR-Tests

Bitte beachten 

  • Keine Impfquote auf Landkreisebene:
    Viele Menschen haben ihre Impfung über ihren Arzt, aufgrund ihrer Arbeitsstelle oder später, als das Wohnortprinzip aufgehoben war, außerhalb ihres Landkreises und im Grenzgebiet sogar im Nachbarland erhalten. Die Menschen im Landkreis Lindau haben ganz enge Verflechtungen nach Baden-Württemberg, Vorarlberg und auch nach Liechtenstein, der Schweiz und ins Oberallgäu. Hinzu kommen Impfungen über Betriebsärzte, die auch nicht an uns gemeldet werden.

    Es ist daher nicht möglich, genaue Impfzahlen für eine Errechnung einer Impfquote zu erhalten.
    Die von uns jeden Freitag veröffentlichten Zahlen sagen lediglich aus, wie viele Impfungen in den Impfzentren und bei den niedergelassenen Ärzten durchgeführt wurden.
    Diese Zahlen zeigen daher lediglich eine Entwicklung, können jedoch nicht als Basis für die Berechnung einer Impfquote herangezogen werden. Dies wäre schlicht falsch.
    Bitte beachten Sie dabei auch die Aussagen des RKIs „Hinweis zur Interpretation der Landkreisangaben“: https://github.com/robert-koch-institut/COVID-19-Impfungen_in_Deutschland/blob/master/Readme.md,   
  • Veröffentliche Zahlen stellen das Infektionsgeschehen immer zeitverzögert dar und lassen bei einer diffusen Lage nur schwer Rückschlüsse auf die aktuelle Infektionsgefahr in einer Gemeinde zu. Seien Sie deshalb bitte immer vorsichtig und halten Sie zu Ihrem und dem Schutz anderer die AHA-Regeln ein. 
  • Infektionsgeschehen, die wir nicht eingrenzen können, d.h. bei denen wir nicht alle Kontaktpersonen ermitteln können, werden von uns öffentlich gemacht. Ansonsten beachten wir selbstverständlich den Datenschutz und benennen mit Ausnahme der Schulen keine Einrichtungen oder Personen namentlich.  
  • Anzahl der Genesenen: Immer wieder werden wir angefragt, wie hoch die Anzahl der Menschen ist, die wieder genesen sind. Während der akuten Erkrankung werden die Erkrankten von unseren Kollegen im Gesundheitsamt regelmäßig angerufen oder der Gesundheitszustand wird über eine Einrichtung / Klinik gemeldet. Wenn die akute Infektion ausgestanden ist, werden diese Personen nicht mehr über unser Gesundheitsamt betreut, sondern ggf. ausschließlich weiter durch den jeweiligen Hausarzt.
    Uns ist daher nicht bekannt, ob ein Erkrankter tatsächlich genesen ist. Es wird immer wieder über Personen berichtet, die auch nach Monaten noch mit den Folgen ihrer Erkrankung zu kämpfen haben. Auch ist über mögliche Spätfolgen bislang noch zu wenig bekannt. Die Angabe einer Anzahl der Genesenen wäre daher nicht seriös. Eine Anzahl derer, die infiziert waren und jetzt nicht mehr infektiös sind, ist dagegen wenig aussagekräftig.
    Die Anzahl der Genesenen muss durch uns auch nicht an das Landesamt für Gesundheit gemeldet werden. Da keine statistischen Daten vorliegen, handelt es sich bei Veröffentlichungen immer nur um Schätzungen.  
  • Die Zahlen können aufgrund der unterschiedlichen Aktualisierungszeitpunkte von den veröffentlichen Zahlen des LGL oder RKI abweichen. 
  • Ein allgemeiner Hinweis zur Validität der statistischen Angaben zum Landkreis: Der Landkreis Lindau (Bodensee) hat relativ wenige Einwohner und damit bei einzelnen Parametern auch relativ wenige Betroffene. Statistische Zahlen für den Landkreis haben daher insgesamt weniger Aussagekraft für einzelne Parameter als Gesamtzahlen der Landes- oder Bundesebene. Das LGL und das RKI veröffentlichen hierzu regelmäßig umfangreiche Datenpanels.