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09.03.2020

Viele Interessierte und noch mehr Ideen der Vereine des Landkreises Lindau zur Gartenschau »Natur in Lindau 2021«

Lindau (Bodensee) – Der Landkreis Lindau hatte vergangene Woche Vereine zu einer Informationsveranstaltung zur Gartenschau „Natur in Lindau 2021“ eingeladen. Ziel der Veranstaltung war, den Teilnehmern aufzuzeigen, wie sich der Landkreis seinen Regionalbeitrag auf der Gartenschau 2021 vorstellt und wie sich Akteure einbringen können, um gemeinsam einen möglichst vielfältigen und erlebnisreichen Auftritt zu gestalten. 70 Teilnehmer sind dazu in den Kulturboden nach Lindenberg gekommen.

Bunt gemischt war der Teilnehmerkreis, den Tobias Walch, Geschäftsbereichsleiter Kreisentwicklung und Soziales am Landratsamt Lindau, in Lindenberg begrüßen durfte: Gartenbau- und Kneippvereine, Musik-, Sport-, und Wirtevereine, Kunst- und Heimatvereine, Vertreter der Frauenbunde, der Waldbesitzervereinigung Westallgäu und dem Kreisjagdverband – sie alle und viele mehr waren gekommen, um aus erster Hand zu erfahren, wie der Landkreis Lindau sich im Rahmen der Gartenschau „Natur in Lindau 2021“ präsentieren möchte und wie auch die Orte und ihre Organisationen sich beteiligen können.

Den Anfang der verschiedenen Kurzvorträge machte Meinrad Gfall, Geschäftsführer der Natur in Lindau GmbH, indem er einen umfangreichen Überblick über das Gartenschaugelände und den derzeitigen Stand der Baumaßnahmen verschaffte. Er lud die Verein herzlich ein, sich aktiv zu beteiligen: „Die Gartenschau 2021 soll nicht nur ein Fest für die Stadt Lindau sein, sondern ein Fest für den gesamten Landkreis.“

Sandra Dalferth vom Fachbereich Kreisentwicklung erläuterte anschließend wie sich der Landkreis Lindau zur Gartenschau präsentieren möchte. Der Regionalbeitrag des Landkreises setzt sich aus drei Säulen zusammen. Neben dem Auftritt auf dem Gartenschaugelände vom 20. Mai bis 26. September 2021 gibt es noch sogenannte Außenstandorte, die die Gartenschau in die Region hinaustragen und ihre Naturerlebnisse präsentieren. Diese sind die Obstbauschule Schlachters, die Scheidegger Wasserfälle sowie die Hausbachklamm Weiler-Simmerberg. Eine weitere Säule bildet das Projekt Digitale Inspiration, bei dem der Besucher sowohl auf dem Gelände der Gartenschau wie auch an verschiedenen Stationen im Landkreis auf eine virtuelle Reise durch den Landkreis und dessen Besonderheiten mitgenommen wird.

Schwerpunkt der Veranstaltung war aber, was der Landkreis auf dem Gartenschaugelände direkt plant. Hier stehen ihm 300 Quadratmeter Ausstellungfläche – aufgeteilt in einen Pavillon und eine Außenfläche - zur Verfügung. Ziel des Landkreises ist es, den Regionalbeitrag vielfältig, aktiv und erlebnisreich zu gestalten. Besucher aus der Region sollen ihre Heimat neu erleben können, Urlauber und Tagesgäste Anregungen für zukünftige Aufenthalte bekommen. „Und dafür brauchen wir Sie!“ rief Sandra Dalferth die Teilnehmer zur aktiven Beteiligung am Programm des Landkreises, aber auch der Gartenschau allgemein auf. „Der Regionalbeitrag und die Gartenschau können nur dann ein Erfolg werden, wenn die Themen und Besonderheiten des Landkreises durch Sie, die Vereine und Akteure im Landkreis, mit Leben gefüllt und dadurch aktiv erlebbar gemacht werden“, so Dalferth.

Wie genau eine Beteiligung aussehen kann und in welchen Themenbereichen sich der Landkreis präsentiert, erläuterte anschließend Marina Kluge, die das Rahmenprogramm für den Landkreis Lindau koordiniert. Damit sich die Angesprochenen besser vorstellen konnten, was eine solche Aktion sein könnte, machte Marina Kluge viele verschiedene Beispiele: Kräutersalz herstellen, Auftritte von Chören und Musikkapellen, Tänze, Handwerkliches wie Korbflechten oder Kunstausstellungen – der Phantasie seien keine Grenzen gesetzt, sofern der Beitrag zur Zielgruppe einer Gartenschau passt.

Einige Akteure haben ihre Teilnahme auch schon fix zugesagt: Sebastian Koch, Vorstandsmitglied der Allgäuer Käsestraße, erzählte, dass die Käsestraße den Regionalbeitrag unter anderem mit Schausennen, Biersommelier, Mitmachaktionen für Kinder bereichern wird. Kathrin Felle, Leiterin des Hutmuseums in Lindenberg, sieht in der Beteiligung am Regionalbeitrag vor allem auch eine Chance, den zahlreichen Besuchern das eigene Angebot zu präsentieren und berichtete von ihren geplanten Beiträgen wie Hutmodenschau, gemeinsames Hüte nähen und Selfie-Wand für ein Erinnerungsfoto mit Hut. Kreisfachberater Bernd Brunner sieht für den Bereich Obst- und Gartenbau sowohl in der Information in Form von Fachvorträgen, als auch in konkreten Mitmach-Aktionen zahlreiche Möglichkeiten, die Besucher zu begeistern. Auch Aktionen von Akteuren vom Bodensee, wie Apfel-Lasern oder Schaubrennen, sind vorgesehen.

Im Anschluss an den informativen Teil des Abends waren die Teilnehmer eingeladen, sich mit Ansprechpartnern des Landkreises und der Natur in Lindau GmbH direkt auszutauschen, Fragen zu stellen und bestenfalls schon ihre Ideen für Beiträge anzumelden. Die Veranstalter freuten sich sehr, dass dieses Angebot so gut angenommen wurde und schrieben schon fleißig viele gute Ideen auf.