Familien-Fahrradtag, attraktive Preise und eine Fahrrad-Schnitzeljagd - so wird das STADTRADELN 2025
Lindau (Bodensee) – Ab Montag, den 23. Juni, heißt es im Landkreis Lindau (Bodensee) abermals: Für ein gutes Klima in die Pedale treten. Dann nämlich geht die beliebte Radverkehrskampagne STADTRADELN in eine neue Runde. Im Jahr 2025 haben sich die Organisatoren mehrere Neuerungen einfallen lassen. Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warten unter anderem ein FamilienRadTag und eine Fahrrad-Schnitzeljagd.
„Same procedure as every year“, lautet Philipp Irbers erster Kommentar zur Radverkehrskampagne STADTRADELN 2025, die am Montag, den 23. Juni im Landkreis Lindau beginnt. Irber ist als Radverkehrsbeauftragter im Landkreis Mitorganisator der Kampagne – und spielt mit dem bekannten Zitat darauf an, dass der Landkreis in diesem Jahr bereits zum vierten Mal an der bundesweiten Fahrradaktion teilnimmt.
Noch länger schon sind die beiden Städte Lindau (Bodensee) und Lindenberg i. Allgäu im „STADTRADEL-Fieber“, für Lindau ist es bereits die 9. Teilnahme. In den vergangenen Jahren hat es sich bewährt, dass Landkreis und die beiden Städte gemeinsam und im identischen Zeitraum die Aktion durchführen. Jaime Valdés, Mobilitätsmanager der Stadt Lindau erläutert das Ziel der beliebten Kampagne: „Hintergedanke des STADTRADELN ist es, für eine möglichst nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität zu werben. In der Regel lassen sich viel mehr Wegstrecken als man vermutet oder als man es gewohnt ist, mühelos auch mit dem Fahrrad zurücklegen.“ Deshalb ist das Ziel der STADTRADELN-Kampagne, in einem dreiwöchigen Zeitraum – im Landkreis Lindau (Bodensee) also bis einschließlich 13. Juli – so viele Wege wie möglich mit dem Fahrrad zu bewältigen, um bestenfalls CO2 einzusparen.
Die bewältigten Fahrradkilometer lassen sich vollautomatisch mit der STADTRADELN-App über GPS tracken oder manuell im eigenen Online-Nutzerkonto eintragen. Dabei ist es unerheblich, ob die Kilometer auf dem Fahrradsattel im Alltag, etwa auf dem Weg zur Arbeit oder der Schule, oder in der Freizeit zurückgelegt werden. Letzteres sei „ein gängiger und nachvollziehbarer Kritikpunkt“, wie Philipp Irber aus einigen Rückmeldungen von Teilnehmerinnen und Teilnehmern weiß. „Denn klar ist, wenn ich eine Fahrradtour am Wochenende unternehme und die Kilometer daraus in mein STADTRADELN-Konto einfließen lasse, dann vermeide ich dadurch keine Treibhausgase – denn die Fahrradtour hätte ich ja sonst auch nicht mit dem Auto unternommen.“ Auf diese Diskrepanz zum Klimaschutz-Leitgedanken des STADTRADELN haben Irber und Valdés die Betreiber der STADTRADELN-Software bereits hingewiesen – bisher jedoch ohne Erfolg. Eine Lösung, um zwischen Freizeit- und Alltagsfahrten unterscheiden zu können, ist noch nicht in Sicht.
Das soll die Freude an der Aktion jedoch nicht trüben, sind sich die Mobilitätsmanager einig: denn ganz gleich ob Alltags- oder Freizeitfahrt, die Bewegung auf dem Fahrrad ist auch ein Pluspunkt in Sachen Gesundheitsförderung – ein Aspekt, der nun beim STADTRADELN vermehrt in den Vordergrund rückt.
Teilnehmen an der Aktion dürfen alle, die im Landkreis Lindau (Bodensee) wohnen, arbeiten, zur Schule gehen oder einem Verein angehören. Im vergangenen Jahr sammelten so knapp 1.000 Personen in den drei Aktionswochen über 213.000 Fahrradkilometer für die Landkreis-Wertung – ein großer Teil davon entfiel auf die Stadt Lindau (Bodensee), die sich als besonders fahrradaktiv auszeichnete. Das Ziel der Veranstalter lautet, den Wert aus dem Vorjahr zu übertrumpfen. Nicht zuletzt sollen dabei viele Preise helfen, die vorwiegend regionale Partner für die eifrigsten Radfahrer bereitstellen: auf der Prämierungsveranstaltung am 26. Juli werden die radaktivsten Einzelpersonen, Teams, Arbeitgeber, Schülerinnen und Schüler, Schulklassen und Schulen auf der Lindauer Insel geehrt.
Dass das anfängliche Zitat nicht vollends zutrifft und keineswegs alles beim Alten bleibt, davon zeugen schließlich noch die Neuerungen beim diesjährigen STADTRADELN: so veranstaltet die Stadt Lindau (Bodensee) zusammen mit den „Parents for future“ und zahlreichen Unterstützern im Rahmen der Kampagne am 28. Juni von 9 bis 13 Uhr einen FamilienRadTag am kleinen See mit buntem Rahmenprogramm. Unter anderem warten ein Spielmobil mit Fahrradparcours sowie ein Fahrrad-Check für Kinder auf die Besucher, Bastelaktionen und Infostände mit Gewinnspielen sowie Testfahrten mit dem Lastenrad werden ebenfalls angeboten. Als weitere Neuheit präsentieren die Städte Lindau, Lindenberg und der Landkreis eine große Fahrrad-Schnitzeljagd während des dreiwöchigen Kampagnenzeitraums. Es werden zwei Routen angeboten – eine am Bodensee zwischen Lindau und Nonnenhorn sowie eine im Westallgäu zwischen Oberhäuser und Scheidegg.
Beide eint, dass entlang der vorgegebenen Fahrradstrecke spannende Rätsel liegen, die nur vor Ort gelöst werden können. Die Schnitzeljagden sind individuell durchführbar und ideal für Familien geeignet, zumal die Strecken einfach zu bewältigen sind und Wissenswertes entlang der Route vermittelt wird. Unter allen Einsendungen werden attraktive Preise für die „Schnitzeljäger“ mit den meisten richtigen Antworten auf einer Route verlost.
Anmeldungen zum STADTRADELN sind unkompliziert über die Webseite der Kampagne unter www.stadtradeln.de möglich. Bei der Anmeldung muss die richtige Kommune ausgewählt werden – Lindauer und Lindenberger wählen direkt ihre jeweilige Stadt, alle weiteren finden sich beim Landkreis Lindau (Bodensee) wieder. Anschließend tritt man einem bestehenden Team bei oder gründet ein neues. Die Anmeldemaske bleibt bis zum Ende der Aktion geöffnet, auch Nachzügler haben also noch die Chance, teilzunehmen.
Weitere Infos zur Aktion und dem Rahmenprogramm finden sich auf der STADTRADELN-Webseite des Landkreises Lindau (Bodensee) unter www.stadtradeln.de/landkreis-lindau. Dort kann auch die Begleitbroschüre zur Schnitzeljagd heruntergeladen werden oder mit einer E-Mail an kreisentwicklung@landkreis-lindau.de bestellt werden.
