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24.01.2019

Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg festgestellt +++ Auch Landkreis Lindau ist in Restriktionszone

Lindau (Bodensee) – In einem Betrieb im baden-württembergischen Bonndorf im Schwarzwald ist die Blauzungenkrankheit (Sterotyp 8) festgestellt worden. Zur Eindämmung der Tierseuche wurde eine Restriktionszone mit einem Radius von 150 Kilometern festgelegt und somit ist auch der gesamte Landkreis Lindau Sperrgebiet. Das Landratsamt Lindau hat daher für alle betroffenen Tierhalter eine Allgemeinverfügung erlassen, die ab Freitag, 25. Januar 2019 in Kraft tritt. Für Betriebe mit Rinder-, Schaf-, Ziegen- oder Gehegewildhaltung gibt es dann ein sogenanntes Verbringungsverbot für die Tiere selbst, deren Sperma, Eizellen und Embryonen.

 

Was heißt das?

Das Verbringen empfänglicher Zucht-, Nutz- und Schlachttiere innerhalb des Sperrgebiets ist nur mit Zulassung der zuständigen Behörde möglich. Zur Beantragung der Zulassung muss der Tierhalter dem Fachbereich Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung am Landratsamt Lindau eine entsprechende Tierhaltererklärung schicken. Das entsprechend Formular findet sich hier:

Tierhaltererklärung Sperrgebiet

Für das Verbringen empfänglicher Tiere aus dem Sperrgebiet in noch freie Gebiete Deutschland gelten gesonderte Bedingungen, je nachdem, ob sie schon einen Impfschutz aufweisen oder nicht. Ungeimpfte Tiere können nur noch bis 28.02.2019 in Verbindung mit einer entsprechenden Blutuntersuchung verbracht werden. Nähere Informationen finden sich in der Allgemeinverfügung. Alle betroffenen Tierhalter werden auch über einen Serienbrief vom Landratsamt informiert. Die Formulare zum Verbringen von Tieren in noch freie Gebiete finden sich hier:

Tierhaltererklärung Schlachtvieh
Tierhaltererklärung Kälber
Tierhaltererklärung Schafe / Ziegen

Die Blauzungenkrankheit

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigenpflichtige Tierseuche, für die alle Wiederkäuer empfänglich sind. Das klinische Krankheitsbild der Blauzungenkrankheit geht mit schmerzhaften Haut- und Schleimhautentzündungen am Kopf, den Geschlechtsorganen, den Zitzen und am Kronsaum der Klauen einher. Neben Leistungseinbußen durch Milchrückgang, Gewichtsverlust und Aborte führen schwere Verlaufsformen auch zu hohen Sterblichkeitsraten insbesondere bei Schafen. Bei Rindern bilden sich klinische Erscheinungen seltener aus.

Weitere Informationen zur Blauzungenkrankheit:

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit


Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz