Bayern stärkt Notfallversorgung: Landrat Elmar Stegmann begrüßt Entscheidung zur Ausweitung der Luftrettung
Lindau (Bodensee) - Die medizinische Notfallversorgung für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Lindau (Bodensee) wird deutlich verbessert. Wie die Bayerische Staatsregierung gestern mitteilte, hat der Ministerrat auf Vorschlag von Innenminister Joachim Herrmann beschlossen, die Einsatzzeiten der Luftrettung an fünf bayerischen Standorten – darunter den für den Südwesten maßgeblichen Rettungshubschrauber Christoph 17 in Kempten – signifikant auszuweiten.
Landrat Elmar Stegmann, der sich intensiv für diese Verbesserung der Luftrettungskapazitäten im Allgäu eingesetzt hat, zeigt sich hocherfreut über die Entscheidung aus München: „Das ist ein hervorragendes Signal für die Sicherheit und Gesundheit unserer Bevölkerung. Gerade in zeitkritischen Notfällen zählt jede Minute. Längere Einsatzzeiten der Hubschrauber können Leben retten. Eine verlässlich verfügbare Luftrettung ist für uns kein Luxus, sondern ein systemkritischer Baustein der Notfallversorgung. Ich danke Innenminister Joachim Herrmann herzlich dafür, dass er unser Anliegen aufgenommen und nun konsequent umgesetzt hat.“
Stegmann hatte sich bereits frühzeitig beim Bayerischen Innenministerium für eine Ausweitung der Einsatzzeiten stark gemacht. Hintergrund sind insbesondere die veränderten Strukturen in der Krankenhauslandschaft und die damit verbundenen längeren Transportwege. In einem Schreiben an Innenminister Joachim Herrmann hatte der Landrat eindringlich auf die steigende Bedeutung der Luftrettung für den Landkreis Lindau hingewiesen.
„Die Luftrettung ist für unsere Region kein Zusatzangebot, sondern ein zentraler Bestandteil der Notfallversorgung. Die jetzt beschlossene Ausweitung ist auch ein Signal, dass die Herausforderungen im ländlichen Raum gesehen und ernst genommen werden“, so Stegmann weiter.
Besonders nach Krankenhausschließungen im Zuge der bundesweiten strukturellen Veränderungen der Gesundheitsversorgung habe sich die Situation deutlich verändert. Die Wege zu geeigneten Kliniken seien länger geworden, wodurch die schnelle Verfügbarkeit eines Rettungshubschraubers noch wichtiger sei.
Der Freistaat reagiert mit der Randzeitenerweiterung gezielt auf diese Entwicklungen. Künftig können Hubschrauber in den betroffenen Regionen bis in die Abendstunden hinein eingesetzt werden.
Ziel ist es, die Versorgungsqualität insbesondere in ländlichen Gebieten weiter zu verbessern und die Zeit bis zur Behandlung entscheidend zu verkürzen.
Landrat Stegmann sieht die Entscheidung auch als Bestätigung für den gemeinsamen Einsatz auf regionaler und staatlicher Ebene: „Ich danke Innenminister Herrmann für die Unterstützung und die Bereitschaft, diesen wichtigen Schritt zu gehen. Für unsere Region ist das ein echter Fortschritt.“
Die Neuregelung im Detail
Die nun beschlossene Randzeitenausweitung sieht vor, dass die Hubschrauber an den ausgewählten Standorten auch nach Einbruch der Dunkelheit fliegen können.
Betriebszeiten: In den Sommermonaten wird die Einsatzbereitschaft täglich von 7:00 Uhr bis 21:45 Uhr ausgeweitet, in den Wintermonaten bis 20:15 Uhr.
Wirtschaftlichkeit: Die Ausweitung erfolgt innerhalb eines Ein-Schicht-Betriebs, was laut Innenministerium die wirtschaftlichste Lösung darstellt, um den hohen Bedarf an Einsätzen bis etwa 22:00 Uhr abzudecken.
Technischer Fortschritt: Ermöglicht wird dieser Schritt auch durch moderne Nachtsichtgeräte und verbesserte Hinderniserkennungssysteme.
„In Akutfällen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen zählt jede Minute“, so Landrat Stegmann abschließend. „Durch die längeren Einsatzzeiten von Christoph 17 stellen wir sicher, dass Patienten aus unserer Region auch in den Abendstunden schnellstmöglich in geeignete Spezialkliniken transportiert werden können. Dies hilft die infrastrukturellen Veränderungen in der Krankenhauslandschaft auszugleichen.“
Der Landkreis Lindau wird die Entwicklung weiterhin eng begleiten und sich auch künftig für eine leistungsfähige und verlässliche Notfallversorgung einsetzen.
Nähere Informationen auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration.
