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22.01.2019

Ankündigung von Pflegemaßnahmen des Landschaftspflegeverbandes Lindau-Westallgäu - Gehölzentnahmen im Naturschutzgebiet »Wasserburger Bucht« im letzten Abschnitt

Das Naturschutzgebiet „Wasserburger Bucht“ ist eine der wenigen erhaltenen Kostbarkeiten unserer Natur- und Kulturlandschaft direkt am Bayerischen Bodensee. Zum Schutzgebiet gehören bunt blühende Streuwiesen entlang des Radwegs mit Sibirischer Schwertlilie, Großem Wiesenknopf und Duftlauch sowie zum See hin lange Jahre brach gefallende Streuwiesen, die in ungenutzte Schilfröhrichte, Anlandungsbereiche und schließlich ins Gewässer übergehen. Der umzäunte und unzugängliche Bereich im Schutzgebiet ist nicht nur für so manche Vogelart Rückzugsort und Lebensraum: im Schilf brütet der Teichrohrsänger, im Wasser ruhen Haubentaucher und Enten oder Watvögel suchen in der Uferzone nach Nahrung.

Vor etwa 70 Jahren ging die Röhrichtvegetation in der „Wasserburger Bucht“ noch in einen genützten und gehölzfreien Streuwiesengürtel über. Doch schon lange liegen diese Streuwiesen im Anschluss an den natürlichen Röhrichtgürtel brach und sind in Teilen dicht verbuscht. Der Landschaftspflegeverband setzt hier seit 2 Jahren Maßnahmen um. In den letzten beiden Wintern wurden Gehölze und Gebüsche entfernt. Auf den frei gestellten Flächen folgte die Pflegemahd dann in den späteren Sommermonaten. Nun wird der letzte Abschnitt der Entbuschung in Angriff genommen. Voraussichtlich ab der kommenden Woche soll hier mit den Arbeiten begonnen werden. Die Pappelallee direkt am Fuß- und Radweg wird erhalten bleiben. Die Maßnahme wird jetzt in der kalten Jahreszeit umgesetzt, um sicherstellen, dass beispielsweise Vögel nicht während ihres Brutgeschäfts gestört werden. Die so aufgelichteten Flächen sollen dann langfristig wieder einmal im Jahr gemäht werden, um die bunte Artenvielfalt der Streuwiesen mit seltenen Pflanzen und verschiedensten Insektenarten wieder zu reaktivieren.

Der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu e.V. hat die Trägerschaft für dieses Projekt übernommen. Die Kosten werden zu 90% über das Bayerische Landschaftspflegeprogramm gefördert. Der Verein trägt den Rest der Kosten.

Text/Foto: Michaela Berghofer